Verhängnisvolle SMS

Münchnerin inseriert Auto bei eBay - und weiß nichts davon

München - Da staunte eine 20-Jährige nicht schlecht, als sie auf ihr eBay-Kleinanzeigen-Konto schaute und dort angeblich ein Auto feil bot. Bei der Polizei wurde dann klar, wie das passieren konnte.

Die meisten werden es bereits ahnen: Dahinter steckte wieder einmal Phishing, diesmal nicht per E-Mail, sondern per SMS. 

Die 20-Jährige hat sich im Gespräch mit der Polizei daran erinnert, dass sie eine Kurznachricht erhalten hatte - angeblich von eBay.Der Text: Ebay-Kleinanzeigen Konto-Sicherheitswarnung, aktualisieren sie ihre Kontodaten: http://m-ebay-kleinanzeigen-h.grn.cc/einloggen.php.

Die junge Frau hielt die Nachricht für echt und klickte auf den Link. Dort hinterließ sie dann Login-Namen sowie Passwort, was den Betrügern die Möglichkeit gab, auf ihr Konto zuzugreifen und ein Auto zu inserieren. Die Handynummer hatten sie von bereits geschalteten Anzeigen. 

So sah die Nachricht aus.

Wie die Münchner Polizei mitteilt, häufen sich solche Fälle von Phishing in letzter Zeit. Das Vorgehen ist immer das Gleiche: Die Anmeldedaten der Nutzer werden über eine SMS ausgespäht. Zurückverfolgen lässt es sich nicht, da die angegebenen Absender-SMS, Telefonnummern oder auch Namen nicht existent sind und daher „gespooft“, einfach gesagt also gefälscht sind. Als Absendername in der Kopfzeile der SMS wird der Name des Unternehmens versendet, von dem auch die Zugangsdaten zum Internetportal des betreffenden Unternehmens ausgespäht werden sollen. In diesem Fall war es eben eBay.

Phishing per SMS: Das empfiehlt die Polizei

Die Polizeibeamten raten dringend davon ab, auf eine solche Phishing-SMS zu reagieren oder gar die Login-Daten irgendwo zu hinterlassen. Am besten einfach die Nachricht löschen. Wie auch bei den vermeintlichen Gewinnspielen

Rubriklistenbild: © dpa

Kathrin Garbe

Kathrin Garbe

E-Mail:kathrin.garbe@merkur.de

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