Verzweiflungstat wegen rätselhafter Krankheit: „Mein Tod soll nicht umsonst sein“

Samstag vor einer Woche in Egling (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen): Die Münchnerin Monika B. springt aus einem Ballon 500 Meter in die Tiefe.

Vagen/München - Vor einer Woche stürzte sich eine Münchnerin aus einem Heißluftballon 500 Meter in die Tiefe. Mit dieser Verzweiflungstat wollte sie auf ihre mysteriöse Krankheit aufmerksam machen, die unerklärliche Fasern aus der Haut wachsen lässt. In ihrem Abschiedsbrief schreibt Monika B.: „Mein Tod soll nicht umsonst sein.“

Die Münchnerin Monika B.

Fassungslos starrt Claus Rust aus Vagen (Kreis Rosenheim) immer wieder auf das letzte Schreiben von Monika B. Bis ins Detail hatte die langjährige Familienfreundin ihre Beerdigung, Papiere und die Versorgung für ihren Vater organisiert. „Sie wollte alles geregelt wissen, falls sie wegen der Krankheit nicht mehr in der Lage gewesen wäre“, so der 73-Jährige. Dass sie ihren Tod plante, ahnte er nicht.

Mit ihrem Freitod will sie auf eine erschreckende Krankheit aufmerksam machen. Aus ihrer Haut wuchsen mysteriöse, bunte Fasern.

Zwar war Monika B. durch ihre Krankheitsgeschichte suizidgefährdet, doch gerade in den vergangenen Monaten schien es, als ob sie trotz „vieler schwacher Momente wieder Freude am Leben haben wollte“. Nach einer schier unendlichen Leidensgeschichte, in der die 55-jährige Münchenerin Rust zufolge von Schmerzen regelrecht gepeinigt wurde.

2008 begann ihr Leiden. Zunächst fühlte sie sich permanent unwohl, hatte starke, fast unerträgliche Gliederschmerzen. Antibiotika sowie eine Kur brachten keine Linderung. Nur wenige Monate danach bemerkte sie, dass ihr eine undefinierbare Faser zwischen Ring- und kleinem Finger wuchs. „Panisch rannte sie daraufhin von Arzt zu Arzt, wusste nicht, was sie tun sollte“, erinnert sich Rust. Der 73-Jährige berichtet, dass Mediziner eine nicht austherapierte Borreliose-Erkrankung als Ausgangsquelle vermuteten.

Ihre Unterlagen schickte sie einem Freund mit der Bitte, ihren Fall bekannt zu machen. Claus Rust ist erschüttert über die Tragödie.

Im Borreliose-Centrum Augsburg gab es dann erste Theorien, dass Monika B. an „Morgellons“ erkrankt sein könnte. Auch Experten stehen bei dieser mysteriösen Erkrankung vor einem Rätsel. „Sie scheint sich nur in einer Vielzahl von Infektionen verschiedenster Art zu äußern“, erläuterte Dr. Carsten Nicolaus, ärztlicher Partner im Borreliose-Centrum Augsburg. Ihm zufolge haben Patienten mit dieser Faserkankheit oft das Problem, dass Ärzte die Quelle im psychiatrischen Bereich suchen. Da Patienten oft im Anfangsstadium von einem Kribbeln oder Bewegungen unter der Haut sprechen, aber Tests kein Ergebnis liefern, werde oftmals Parasitenwahn oder Dermatozoenwahn diagnostiziert. Erst wenn die typischen Erscheinungsbilder mit aufbrechenden Hautpartien und daraus herauswachsenden Fasern zum Vorschein treten, könne man von „Morgellons“ ausgehen. Diese Fasern seien anorganisch und könnten in den Farben blau, rot, schwarz und weiß aus der Haut wachsen. „Sogar das amerikanische FBI hat diese Fasern getestet, konnte das Material aber nicht identifizieren“, weiß Dr. Nicolaus.

In den USA wurden in den vergangenen Jahren 16 000 bis 18 000 Morgellons-Kranke registriert. Hauptsächlich an der Küste (Texas, Florida) treten dort die Beschwerden auf.

„Ähnlich ist es auch in Deutschland“, so Dr. Nicolaus. Er habe schon einige Patienten aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Holland gehabt. Problem für den Mediziner: Viele Ärzte haben noch nie von „Morgellons“ gehört. Lediglich in den USA werde momentan an mehreren Universitäten wie in Oklahoma geforscht. Erster positiver Schritt: Centers of Diseases Control and Prevention (vergleichbar mit dem Robert-Koch-Institut in Deutschland) haben die Faserkrankheit anerkannt. Doch die Wissenschaft steckt in punkto „Morgellons“ noch in den Kinderschuhen. „Die Patienten brauchen Durchhaltevermögen, was angesichts der Schmerzen oft nicht möglich ist“, so Dr. Nicolaus.

Bis die Ursache und ein probates Mittel gegen die Faserkrankheit gefunden seien, bleibe den Medizinern nur die Bekämpfung der einzelnen Symptome. Dies geschehe mit Antibiotika, Antimykotika, Antiviral und auch mit Entwurmungsmitteln. Monika B. konnte so lange nicht mehr warten. Für sie brachten unzählige Krankenhausaufenthalte und eine monatelange Psychotherapie im Klinikum München-Ost keine Linderung. Für sie das Schlimmste laut Rust: „Dass niemand die Krankheit kannte, geschweige denn ernst genommen hat.“ Der 73-Jährige bereitet momentan die Feuerbestattung für den 25. August vor und widmet sich jetzt dem letzten Willen der 55-Jährigen: „Morgellons bekanntmachen, damit andere Erkrankte Hoffnung erhalten und nicht so verzweifeln wie Monika B.“

Silvia Mischi

Morgellons: Mediziner rätseln

Die Krankheitsbeschreibung von Morgellons liest sich wie eine Passage aus einem schlechten Science fiction-Roman: Plötzlich wachsen Menschen zelluloseartige winzige Fasern aus der Haut, die aber angeblich mühelos einen Fingernagel durchstechen können sollen. Die Morgellons-Krankheit ist die Bezeichnung für ein Krankheitsbild, das in Medizinerkreisen äußerst kontrovers diskutiert wird. Was wirklich dahinter steckt, kann bislang niemand sagen. Im Internet kursieren die wildesten Vermutungen und Beschreibungen. Die Befallenen fühlen ein Kribbeln unter der Haut, als ob winzig kleine Insekten dort bohrten. Es gibt keine festgelegte Diagnose und schon gar keine Abhilfe. Viele Ärzte glauben, die Patienten müssten sich das alles einbilden, als seien es Wahnvorstellungen. Die Fasern, welche sich im Körper der Betroffenen bilden und durch offene Wunden in der Haut austreten, seien wie lebendige Gebilde, berichten Betroffene. Sie fänden morgens bunte Fasern auf ihrem Bettlaken. „Das Zeug kommt wie Würmer aus meinen Augen. Es ist die Hölle“, schreibt eine Betroffene im Internet. Die Fasern seien wie biegsames Plastik und mehrere Millimeter lang.

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Kommentare

CarlosMarlosAntwort
(1)(1)

Der Herr hat also selber "Forschungen" betrieben. Würde mich mal interessieren wie er das bewerkstelligt hat. Denn das was du hier als Fakten propagierst, sind auch nur die Schlagwörter und das Kauderwelsch, welches man auf ZIG Portalen, Foren usw lesen kann, welche sich gerne mit den abstrusesten Verschwörungstheorien beschäftigen.
Manchmal habe ich das Gefühl, das die Leute unbedingt glauben möchten sie seien der geheimen Weltverschwörung auf die Schliche gekommen...dabei gibt es mehr als genug realere und weitaus bedrohlichere Begebenheiten an denen man sogar AKTIV etwas ändern kann.
Das stellt sich nur als um einiges anstrengender heraus, als das im Internet angelesene "Wissen" dann kommentarweise unter diversen Videos und Artikel runterzurattern.

Moderner Aberglaube.

FzzAntwort
(4)(1)

Nicht Chemtrails, erkundigen Sie sich nach Erosolimpfungen

Don Z
(0)(0)

It’s use in modifying plants that make it to market is well known. Some of the transgenic agrobacterium stays in the plants despite the use of antibiotics to remove it before actual use in farming. So it proliferates once again in farmers fields and is in the gmo foods in our markets. Pollen shedding spreads it further to other crops and the food chain contaminates organisms far and wide.
There is a research scientist from SUNY , Citoly Vitovsky, He is considered to be the foremost authority on agrobacterium mediated gene transfer in the world. He has already made statements that agrobacterium was found in all patients who had morgellons and none of the healthy control group had that infection.
If you look at the disease that agrobacterium naturally causes in plants, it is called “Crown Gall disease”. The gall is a chamber on the plant that is genetically created by the agrobacterium that the bacteria use to proliferate. Inside the gall there are layers of callus tissue and this callus tissue is also being produced by agrobacterium in petri dish research. The gall is a concentration of bacteria with callus type tissue to exclude the gall contents from the rest of the plants system, it preserves the host.
In Morgellons disease a person gets non-healing lesions with a callous material that forms over the surface. The lesions have been identified by the Charles Holman Foundation as having a very high concentration of Borrelia spirochetes, these are the infective bacteria commonly associated with “Lyme” disease.

Agrobacterium is identified as an “opportunistic” infection in humans so a person that is infected shows no symptoms because the immune system suppresses the infection, until the immune system becomes compromised.
A very typical scenario is that someone will be infected with something that compromises their immune system, very often it is Lyme disease and then they will develop MD.
Another typical scenario is Pathogenic Synergy. Pathogenic synergy occurs when a group of infections work as a whole unit or in symbiosis and become virulent because of it. In Lyme disease these locations of concentrated infection in the body are known as “Biofilms”. Biofilms are the command centers and fortresses for the collection of infections a person carries.
In MD a non-healing lesion is formed with a callous tissue internally to sequester the bacterial concentration. Since another infection compromised the immune system to allow the opportunistic Agrobacterium infection to become active then there are also other infections involved in a type of symbiotic pathogenic synergy in those non- healing lesions. This accounts for the “association” of spirochetal bacteria with MD as documented by the Charles Holman Foundation. The spirochetal infection is not the causative agent of MD itself however.
I propose that careful laboratory testing will reveal that Morgellons disease is actually a human manifestation of Crown Gall disease.
The building blocks in humans are different than what is available to agrobacterium when infecting plants so the presentation is different.
The bacteria continues to do what it does however and creates a non healing lesion analogous to a crown gall with a callous internally to sequester the concentration of infection from the host. The callous tissue covers the outside of the non-healing lesion as the same way it does in plants to protect the contents of the crown gall from the weather.
The fibers in MD can be attributed to a randomly inserted gene from the Agrobacterium. There are unsuspected consequences in genetic engineering and a careful review of the results of randomly inserted genes in plants show a wide variety of unusual transgenic growths in the plants. In humans there are different building blocks and it has been determined that the fiber are composed of collagen and keratin. The fibers are just a transgenic growth.
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The reason I’m writing you today is to bring up some points I believe about agrobacterium. It’s use in modifying plants that make it to market is well known. Some of the transgenic agrobacterium stays in the plants despite the use of antibiotics to remove it before actual use in farming. So it proliferates once again in farmers fields and is in the GM foods in our markets. Pollen shedding spreads it further to other crops and the food chain contaminates organisms far and wide.

There is a research scientist from SUNY , Citoly Vitovsky, you know of him. He is considered to be the foremost authority on agrobacterium mediated gene transfer in the world. He has already made statements that agrobacterium was found in all patients who had morgellons in a study and none of the healthy control group had that infection. Cindy said he rescinded those statements however based on the reality that he is nowhere near incompetent then that assertion is ridiculous.

If you look at the disease that agrobacterium naturally causes in plants, it is called “Crown Gall disease”, I know you know that. The gall is a chamber on the plant that is genetically created by the agrobacterium that the bacteria use to proliferate. Inside the gall there are layers of callus tissue and this callus tissue is also being produced by agrobacterium in petri dish research. The gall is a concentration of bacteria with callus type tissue to exclude the gall contents from the rest of the plants system, it preserves the host.

In Morgellons disease a person gets non-healing lesions with a callous material that forms over the surface. The lesions have been identified by the CEHF researchers as having a very high concentration of Borrelia spirochetes.

Agrobacterium is identified as an “opportunistic” infection in humans so a person that is infected shows no symptoms because the immune system suppresses the infection, until the immune system becomes compromised.

A very typical scenario is that someone will be infected with something that compromises their immune system, very often it is Lyme disease and then they will develop MD.

Another typical scenario is Pathogenic Synergy. Pathogenic synergy occurs when a group of infections work as a whole unit or in symbiosis and become virulent because of it, I know you know this . In Lyme disease these locations of concentrated infection in the body are known as “Biofilms”. Biofilms are the command centers and fortresses for the collection of these types of infections a person carries.

In MD a non-healing lesion is formed with a callous tissue internally to sequester the bacterial concentration. Since another infection compromised the immune system to allow the opportunistic Agrobacterium infection to become active then there are also other infections involved in a type of symbiotic pathogenic synergy in those non-healing lesions. This accounts for the “association” of spirochetal bacteria with MD as documented by the CEHF. The spirochetal infection is not the causative agent of MD itself however.

I propose that careful laboratory testing will reveal that Morgellons disease is actually a human manifestation of Crown Gall disease.

The building blocks in humans are different than what is available to agrobacterium when infecting plants so the presentation is different.

The bacteria continues to do what it does however and creates a non healing lesion analogous to a crown gall with a callous internally to sequester the concentration of infection from the host. The callous tissue covers the outside of the non-healing lesion as the same way it does in plants to protect the contents of the crown gall from the weather.

The fibers in MD can be attributed to a randomly inserted gene from the Agrobacterium. There are unsuspected consequences in genetic engineering and a careful review of the results of randomly inserted genes in plants show a wide variety of unusual transgenic growths in the plants. In humans there are different building blocks and it has been determined that the fiber are composed of collagen and keratin. The fibers are just a transgenic growth.