Sie machten Beute für 20.000 Euro

Einbrecher-Bande gefasst: Ist da was von Ihnen dabei?

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Die Ermittler des Kommissariat 51 zeigten die Beute von mindestens vier Einbrüchen.

München - Sie kommen aus dem fernen Südamerika und gehen in Europa auf Einbruchstour. Am Wochenende sind der Polizei zwei chilenische Schmuckdiebe ins Netz gegangen. Im Raum München haben sie mindestens vier Wohnungseinbrüche begangen. Ein Täter ist noch auf der Flucht.

Es war in der Nacht auf Sonntag, als eine Streife in der Dachauer Straße einen Mercedes C-Klasse mit italienischem Kennzeichen kontrollieren wollte. Doch der Fahrer flüchtete, überfuhr dabei auch eine rote Ampel. Mit einem Überholmanöver zwangen die Beamten den Mercedes zum Anhalten. Dann gingen die Türen auf und alle drei Insassen rannten in verschiedene Richtungen. Ihr Auto rollte weiter und stieß gegen den Polizeiwagen.

Ein Diensthund spürte einen 32-jährigen Chilenen eine Stunde später auf einem Baum in der Puchheimer Straße auf. Bei der Festnahme gestand der Mann, mit Komplizen nach München gekommen zu sein, um Einbrüche zu begehen. Der Beweis: Seine Taschen waren voller Uhren und Schmuck. Von den Komplizen fehlte zunächst jede Spur.

Ein Zeuge in der Untermenzinger Straße verständigte aber gegen 6.30 Uhr die Polizei, weil er im Garten seines Nachbarn zwei fremde Männer sah. Wenig später flüchteten sie auf geklauten Fahrrädern. Einen 23-jährigen Chilenen konnten die Beamten schnappen. Auch er sitzt in U-Haft. Nach dem dritten Täter wird noch gesucht. Im Mercedes fanden die Ermittler Einbruchswerkzeug, Schmuck, Uhren und Bargeld. Kriminalhauptkommissar Max Brem (51): „Wir schätzen den Wert auf 20.000 Euro.“ Die Chilenen waren über Spanien nach Europa eingereist. „In der EU beobachten wir dieses Phänomen schon längere Zeit, in München gab es bislang wenige südamerikanische Einbrecherbanden“, sagte Kriminaloberkommissar Stefan Wittmann (25).

Die Polizei sucht nach den Einbruchsopfern. Im Internet (www.polizei.bayern.de/muenchen/fahndung) können Sie die Schmuckstücke begutachten. Hinweise an die Polizei unter 089/29100.

J. Heininger

Johannes Heininger

Johannes Heininger

E-Mail:Johannes.Heininger@tz.de

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