Schmuck im Wert von 35 000 Euro geklaut

Einbrecher schlägt im Urlaub zu! Wer ist sein Komplize?

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Eckhard T. hat den Einbruch gestanden. Er muss für zweieinhalb Jahre in den Knast.

München - Als sich Eckhard T. (67) durch das Haus von Josef B. in Gräfelfing wühlte, lag der 85-Jährige gerade nichtsahnend am karibischen Strand. Der Coup flog trotzdem auf - und B. landete am Montag vor Gericht.

Als sich Eckhard T. (67) durch das Haus von Josef B. in Gräfelfing wühlte, lag der 85-Jährige gerade nichtsahnend am karibischen Strand. Obwohl seine Sekretärin immer wieder nachschaute, gelangte der Einbrecher wohl mit Hilfe eines Komplizen trotzdem hinein und erbeutete Schmuck und Gold im Wert von 35 000 Euro. Zwei Monate später klickten die Handschellen. Eckhard T. legte am Montag vor Gericht ein Geständnis ab. Urteil: zweieinhalb Jahre Haft.

Obwohl er die Tat penibel geplant hatte, hatte er auf ein entscheidendes Detail nicht geachtet: seine DNA-Spuren, die er am Tatort hinterlassen hatte. "Das Kellerfenster war angelehnt, die Alarmanlage ausgeschaltet. Es sollte wie ein Einbruch aussehen. Also haben wir ein Loch in den Fensterrahmen gebohrt", erklärte der Angeklagte vor dem Landgericht. Für die Ermittler steht fest: Auf Grund des offenen Fensters muss T. von einem Komplizen unterstützt worden sein. Doch wer hatte Zutritt zu dem Haus und kommt somit als Mittäter in Frage? Eckhard T. schweigt: "Ich habe Vermutungen, will aber niemanden verdächtigen." 

Die Nachricht von dem Einbruch ereilte ihn am 10. Februar dieses Jahres im Winterurlaub, den er in der Dominikanischen Republik verbrachte. "Mein Sohn entdeckte den aufgebrochenen Tresor." Gold- und Silberbarren, Armkettchen, Manschettenknöpfe und Ringe – alles war weg. Wert: 35 000 Euro. 27 000 Euro Bargeld sind noch bis heute verschwunden. Eckhard T.: "Das Geld habe ich nicht gestohlen." 

Amtsrichter Maixner: "Möglicherweise hat sich das der Tippgeber vorher als Taschengeld eingesteckt." Im Leben des 67-jährigen Angeklagten drehte sich alles um Gewalt und Kriminalität. Seine Vorstrafenliste ist lang: Brandstiftung, Raub, Betrug Körperverletzung, Waffenbesitz. Nun kommt ein weiteres Kapitel hinzu.

Johannes Heininger

Johannes Heininger

E-Mail:Johannes.Heininger@tz.de

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