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Einzelhandel: Stachus bleibt Toplage, im Tal läuft's schlechter

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Stachus und Kaufinger Straße sind und bleiben die Top-Lagen zum Shoppen in München.

München - Stachus und Kaufingerstraße, das sind weiterhin die Sonnenkinder des Münchner Einzelhandels! Nirgendwo sonst in der Stadt bummeln und shoppen mehr Menschen, im Durchschnitt wuseln hier 6000 bis 7000 Passanten pro Stunde. Ein bisserl finster sieht’s dagegen im Tal aus.

Während sich am nahe dem Marienplatz gelegenen Ende noch fast 3500 Menschen pro Stunde tummeln, nimmt die Frequenz in Richtung Isartor hin rapide ab. Das hat die aktuelle Passantenzählung des Immobilienverbandes Deutschland (IVD Süd) ergeben. IVD-Leiter Stephan Kippes: „Stachus und Kaufingerstraße sind weiterhin die Top-Adressen in München. Mit weitem Abstand folgen Rosenstraße und Tal.“

Warum ist das so? Stachus und Kaufingerstraße sind laut IVD geprägt durch viele Einzelhandelsläden und große Flagship-Stores. Das zieht Kunden und Touristen an, Kippes spricht hier von sogenannten Anziehungsmagneten. Lässt die Auswahl der Läden dagegen nach oder spricht das vorhandene Angebot eher Spezialkunden an, verirren sich weniger Kunden in diese Gegend, so Kippes.

Problemkind Sendlinger Straße

Die Entwicklung der Sendlinger Straße betrachtet Kippes skeptisch: „Bei aller Liebe: Die Sendlinger Straße ist keine 1a-Geschäftskernlage.“ Durch die Fußgängerzone (Start: 1. Juli)werde die Straße sicher aufgewertet, „die Frage ist aber, wie sehr“, so Kippes. Neue Ketten würden wahrscheinlich kleinere Läden verdrängen. „Dann kommt es auf das Konzept an“, sagte Kippes.

Die goldene Zeit im Tal ist wohl erst einmal vorbei: Kippes sagt, es fehle an „Magneten“ – also Läden, welche Kunden anziehen würden. Außerdem gebe es eben keine durchgehende Fußgängerzone. Die zunehmenden Angebote der Onlinehändler verschärften noch zusätzlich die Konkurrenz, so Kippes.

Tobias Scharnagl

Tobias Scharnagl

E-Mail:Tobias.Scharnagl@tz.de

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