Nach Rauswurf beim Straßenmagazin

Erfolgreichster BISS-Verkäufer wohl wieder obdachlos

München - Nach längerem Streit trennt sich das Münchner Straßenmagazin BISS von seinem angeblich erfolgreichsten Verkäufer. Der soll nun wieder obdachlos sein.  

Frank S. war einer der bekanntesten Verkäufer der Münchner Straßenzeitung BISS (Bürger in sozialen Schwierigkeiten). 15 Jahre lang verkaufte er das Magazin quer durch die Stadt, stand Modell bei Werbeaktionen und durfte sogar an einem Kongress in den USA teilnehmen.

Doch dann gab es immer wieder Ärger mit dem Mitarbeiter, der bei dem Magazin festangestellt war und gut verdiente. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, endete sein Arbeitsverhältnis bei BISS am Montag nun endgültig vor dem Münchner Arbeitsgericht.

Der Gütetermin ist das Ende eines längeren Streits, bereits seit vergangenem Jahr war S., der angeblich der beste Verkäufer der Straßenzeitung war, nicht mehr für BISS tätig. Zuletzt fiel er sogar durch einen gewaltsamen Übergriff auf einen Ex-Kollegen mitten in der Altstadt auf. 2014 soll S., so die SZ, "in seine Suchtvergangenheit zurückgefallen" sein, dennoch bemühte man sich bei BISS wohl lange, den verdienten Mitarbeiter nicht fallen zu lassen. Im Dezember gab es dann doch die Kündigung, da S. unter anderem andere Mitarbeiter bedroht haben soll.

Der einstige Top-Verkäufer bekommt nun noch einige Monate sein Gehalt und 9000 Euro für einen Neuanfang. Dennoch soll er mittlerweile bereits wieder obdachlos sein. Genau das, woraus ihn der Job bei dem Straßenmagazin einst rettete.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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