TV und Auto sind out

Studie: Darauf steht die Jugend von heute

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Ohne Handy und Internet geht es heutzutage nicht. Man muss immer erreichbar sein. Ich will ja wissen, was in der Welt los ist. Meine Spielekonsole würde ich von heute auf morgen aufgeben. Nicht aber meine Freundin Laura. Sie ist mir am Wichtigsten. (Manuel ­Wretschko, 20, Maschinenbautechniker, mit Laura Klinger (r.), 18, Einzelhandelskauffrau & Nikolina Bratic, 21, Krankenschwester (l.))

München - Was brauchen die Jugend von heute zum Glück? Am Sonntag in die Kirche, am Abend mit der ganzen Familie Tatort schauen und am Wochenende ein Ausflug mit dem Auto? Die tz hat sich umgehört.

Was im bürgerlichen Leben der Nachkriegszeit wichtig war, scheint in ganz Europa an Relevanz zu verlieren! Das ergibt die größte jemals aufgelegte europaweite Studie zur Lebenswelt junger Menschen (18 bis 34 Jahre).

Bisher haben sich mehr als 650.000 Menschen aus 31 Ländern Europas an der Umfrage beteiligt, die in Deutschland vom BR, SWR und ZDF umgesetzt wird.

Die tz zeigt die vorläufigen Ergebnisse:

Gott: Etwa 80 Prozent können sich ein Leben ohne Gott vorstellen.

Auto: 70 Prozent brauchen keinen fahrbaren Untersatz.

Fernseher: 79 Prozent sagen: Es geht auch ohne!

Kinder: Ein glückliches Leben ohne Kinder? 52 Prozent sagen: Ja, das ist möglich!

Internet: Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent können sich nicht vorstellen, ohne das Netz glücklich zu sein.

Sport und Musik: 88 Prozent brauchen das zum Glück.

Bücher: Darauf wollen 71 Prozent nicht verzichten.

Interessant ist auch, was die Befragten stört: 39 Prozent der jungen Deutschen stören sich am Kopftuch, für 61 Prozent ist eine Verschleierung von Mädchen kein Problem. Verpönt sind Männer, die Frauen hinterherpfeifen (72 Prozent). Bis November können junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren auf generation-what.de an der Umfrage teilnehmen: 149 Fragen von Politik über Religion bis hin zu Sexualität. Wir haben uns in München umgehört:

Bücher sind unverzichtbar!

Thomas Dziwis.

Gesundheit, Bildung und Familie sind für mich wichtig im Leben. Technische Innovationen halte ich für entbehrlich. Ein gutes Leben ist auch ohne Geld möglich. Worauf ich absolut nicht verzichten kann, sind Bücher. Das Medium geht über den eigenen Horizont hinaus. Religion bleibt jedem selbst überlassen.

Thomas Dziwis, 23, Jurastudent aus Kempten

Glaube spielt zentrale Rolle

Dominique Kersten.

Man sollte Familie und Freunde im Stress nicht vernachlässigen. Meine Ausbildung ist mir wichtig. Ohne Sport kann ich nicht leben. Ich gehe nicht regelmäßig in die Kirche, aber Glaube spielt eine zentrale Rolle in meinem Leben. Auf mein Handy könnte ich sofort verzichten. Es wäre super, wenn es mal eine Woche nicht klingeln würde.

Dominique Kersten, 24, Masterstudentin, München

ifm/tos

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