Täter fühlte sich "sehr erniedrigt"

Ex-Geliebter gesteht Mord an Aline K.

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Aline K. († 30)

München - Der Lebensgefährte von Aline K. hat vor Gericht gestanden, sie umgebracht zu haben. Er schildert die letzten Sekunden im Leben seiner Freundin.

Monatelang quälte Michael P. (30) der Gedanke, seine Aline K. († 30) habe ein Verhältnis mit ihrem Arbeitskollegen. Am Abend des 8. September 2015 bewahrheiteten sich seine Befürchtungen. "Ich habe was Besseres", sagte sie zu ihm. "Das Projekt ist gescheitert." Dann legte der Sicherheitsmann seine Hände um Alines Hals, drückte minutenlang mit beiden Daumen gegen ihren Kehlkopf - bis sie qualvoll starb.

Täter Michael P.

Als er am Dienstag beim Beginn des Mordprozesses von dem Eifersuchtsdrama erzählt, bricht Michael P. in Tränen aus. "Das war so erniedrigend. Ich wollte ihr einfach nur wehtun", schluchzte er auf Nachfrage von Richter Michael Höhne.

Laut P. war eine verhängnisvolle SMS von Aline an deren neuen Freund Vladislav D. der Auslöser für die Tat. Es passierte gegen 23 Uhr: "Aline hat auf der Couch geschlafen", beginnt Michael P. "Auf ihrem Handy sah ich die Nachricht, die sie ihm geschickt hat." Darin stand: "Anstatt mich darüber aufzuregen, dass mein Handy kaputt ist, sollte ich lieber über dich herfallen. Das fehlt mir gerade so."

Michael P.: "Wie in einem Loch"

Der Fundort der Leiche.

Dann geschah das, was P.s Anwalt Uwe ­Paschertz eine "Kurzschlusshandlung" nennt. "Ich war wie in einem Loch", sagt Michael P. Als er begriff, was er getan hatte, war es schon zu spät. Er habe zwar noch versucht, Aline wiederzubeleben, erzählt er. "Aber dann hat sich ihr Mund mit Blut gefüllt. Ich bekam solche Panik." Alines Eltern verfolgen den Prozess als Nebenkläger im hinteren Bereich des Gerichtssaals. Ihre Mutter sitzt regungslos in ihrem Stuhl, drückt angespannt auf einem Stofftier herum, als Michael P. erzählt, wie er Alines Leiche verschwinden ließ.

Danach brach er zu ­einem Freund auf. Mit der toten Aline im Arm fuhr er mit dem Aufzug in die Tiefgarage des Wohnkomplexes in der Kafkastraße in Neuperlach und legte sie auf die Rücksitzbank seines Ford Mondeo. Später steuerte er eine eingestürzte Kellerruine in Lochhausen an. "Als Kinder haben wir dort immer gespielt", erzählt P. vor Gericht. Im Licht des Mondes ließ er Alines Leiche verschwinden. Erst drei Wochen später wird sie dann gefunden.

Michael P. droht lebenslange Haft. Ein Urteil soll am 25. Oktober fallen.

joh

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