Fasanerie

Renitente 16-Jährige schlägt und beleidigt Polizisten

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An der Haltstelle Fasanerie stritt sich die 16-Jährige mit einer Freundin.

München - In drei unterschiedlichen Fällen von Körperverletzungsdelikten musste die Bundespolizei am Samstag (2. Juli) tätig werden. Eine 16-Jährige beleidigte und schlug Polizisten, ein Gesuchter 66-Jähriger wurde gefasst und ein 61-Jähriger verletzt.  

Wie die Bundespolizei mitteilt, war im ersten Fall eine 16-Jährige am Freitag, 1. Juli, gegen 23.15 Uhr am Haltepunkt Fasanerie gegen Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit tätlich geworden.

Bei einer Streife bemerkten vier Bahnschutzmitarbeiter, wie sich zwei weibliche Jugendliche an den Haaren zogen und sich gegenseitig schubsten. Als einige der Bahnmitarbeiter die beiden trennten, soll die 16-Jährige einem Security-Bediensteten mit der Hand ins Gesicht geschlagen und bei der Festnahme weitere verletzt haben. Als eine alarmierte Streife der Bundespolizei dazukam, war die Moosacherin hochaggressiv. Sie bepöbelte, bedrohte und beleidigte die Bahnmitarbeitern und auch die Beamten. Drei der vier DB-Mitarbeiter wurden leicht verletzt.

Bei dem Streit der Freundinnen soll es sich um einen "Spaß" gehandelt haben. Als die 16-Jährige gegen 01:30 Uhr in der Wache am Hauptbahnhof zum Sachverhalt befragt wurde, legte sie einen roten Papierfächer, mit dem sie aggressiv, teilweise vor dem Gesicht einer Beamtin umherwedelte, trotz mehrmaliger Aufforderung, nicht zur Seite. Als ihr der Fächer von einem Beamten abgenommen wurde, schlug sie diesem unvermittelt mit der Faust zweimal ins Gesicht. Der 35-jährige Bundespolizist erlitt eine blutende Nase, konnte seinen Dienst mit gerötetem Auge aber fortsetzen. Sie wurde in Gewahrsam genommen, dabei trat die Jugendliche einer Beamtin gegen das Schienbein. Bei dem Mädchen wurden 0,92 Promille festgestellt, nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde sie von ihrem Vater abgeholt. Da die 16-Jährige jugendliche Intensivtäterin ist und sich seit 2014 im sogenannten "Proper-Programm" befindet, übernimmt das Polizeipräsidium München die weiteren Ermittlungen.

Im zweiten Fall stieß eine Streife der Bundespolizei bei einer Personenkontrolle am Ostbahnhof gegen 16.30 Uhr auf einen 66-Jährigen, der von der Staatsanwaltschaft Landshut am 8. Juni zur Festnahme ausgeschrieben worden war. Er war am 13.04.2016 vom Amtsgericht Erding wegen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt worden, seither war sein Aufenthaltsort unbekannt. Dem 66- Jährigen wurde der Vollstreckungshaftbefehl eröffnet, anschließend wurde er den Justizbehörden überstellt.

Im dritten fall kam gegen 18.40 Uhr ein 61-jähriger Mann auf dem Bundespolizeirevier am Ostbahnhof. Er gab an, von einer ihm unbekannten Person geschlagen und getreten worden zu sein, nachdem diese ihn zuvor angerempelt hatte. Der Unbekannte soll sich in Begleitung zweier weiterer Personen befunden haben. Zwei Zeugen kümmerten sich um den 61-Jährigen, der auf der Wache erstversorgt und anschließend in eine Klinik transportiert wurde. Dort wurde eine Nasenbeinfraktur festgestellt, zudem eine Platzwunde genäht. Weil sich der Fall der gefährlichen Körperverletzung vor dem Eingang des Ostbahnhofes zugetragen hat, ermittelt die Landespolizei in deren Zuständigkeit

mm/tz

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