Hobbybauern sorgen für Unruhe

Streit in der Fasanerie: Krautgartler nerven Anwohner

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Die Grafik zeigt, wo Gartenfreunde und Anlieger sich besonders in die Quere kommen.

München - Die Krautgartler würden Lärm und Schmutz bei der An- und Abreise verursachen - das sorgt für Streit in der Fasanerie. Streitschlichter der Stadt sollen jetzt vermitteln.

Endlich eigenes Gemüse anbauen – davon träumt so mancher Münchner. Wer keinen der heiß umkämpften Schrebergärten ergattert, kann sich zumindest eine kleine Parzelle auf einem Acker mieten. In der Fasanerie sorgt ein solcher Krautgarten nun für Ärger. Anwohner haben sich beim Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl über das Verhalten der Hobbybauern beschwert.

Die Gartenfreunde können ihre Parzellen von zwei Seiten aus erreichen. Es habe sich jedoch eingebürgert, klagen die Eigentümer von vier Anwesen, dass die Besucher alles über den letzten Abschnitt der Sonnentaustraße erledigen. Diese endet im Norden in einer etwa 60 Meter langen Sackgasse, die keine Wendemöglichkeit bietet. Das halte die Gärtner jedoch nicht davon ab, dort zu parken und bei großem Andrang auch die Garagenausfahrten zu blockieren. Ein Fahrzeug der Anwohner wurde schon beschädigt. „Eine Zeitlang konnte sogar die Post nicht mehr durchfahren“, berichtet ein Anrainer. Die Ausfahrten der Grundstücke in der Sackgasse nutzten die Kurzzeitbesucher zum Wenden. Da sie auf der Sonnentaustraße auch ihre Utensilien reinigten, sei der Asphalt in Stoßzeiten stark verschmutzt. Der Abfall, darunter auch Trinkbecher, lande in den Hecken und Pflanztrögen der Anwohner. Diese fordern vom Bezirksausschuss nun, dass der Besuchsverkehr nur noch über die größere, nordöstlich gelegene Obermoosstraße laufen möge. Der BA stimmte dem zu. „Natürlich müssen wir Maßnahmen ergreifen, wenn nichts hilft“, sagt der BA-Vorsitzende Markus Auerbach (SPD). Zunächst aber will er versuchen, Streitschlichter einzusetzen. Diese Konflikthelfer der Stadt waren unter anderem bereits am Gärtnerplatz aktiv, um zwischen Partyvolk und Bewohnern zu vermitteln. 

Katrin Hildebrand

Katrin Hildebrand

E-Mail:kultur@merkur.de

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