Bürgerversammlung

Virginia-Depot: Das wünschen sich die Anwohner für das Areal

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Die Bundeswehr gab den Standort Mitte der 90er-Jahre auf. In einer Ecke befindet sich das THW (Foto). Auf dem Gelände entwickelte sich ein Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.

München - Naturschutz oder Erholungsgebiet? Darüber, wie das ehemalige Virginia-Depot an der Schleißheimer Straße gestaltet werden soll, scheiden sich die Geister. Bei einer Bürgerversammlung im 24. Stadtbezirk formulierten die Anwohner nun ihre Wünsche.

Eine große Mehrheit sprach sich für dafür aus, dass man das einstige Militärgelände zwischen Detmold- und Augustin-Rösch-Straße künftig für die Bürger öffnen und Wege anlegen möge. Zugleich soll das Areal jedoch auch als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen werden.

Derzeit hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der das Virginia-Depot gehört, das Gelände eingezäunt. Dadurch sollen dort befindliche Altbiotope sowie neu angelegte Magerrasenflächen geschützt werden. Diese brauchen nach Informationen der Unteren Naturschutzbehörde München mindestens 25 Jahre, um sich zu entwickeln. Ein 2006 im Auftrag der Stadt erstelltes Umweltgutachten empfahl daher, einen Zaun um die Biotope zu errichten. Der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl will alle zuständigen Akteure – Bima, Stadt München und Regierung von Oberbayern – möglichst bald nochmal an einen Tisch bringen, um nach einem Kompromiss zu suchen.

Laut dem BA-Vorsitzenden Markus Auerbach (SPD) soll „im Zuge des Unterschutzstellungsprozesses die Durchwegung des Geländes gesteuert werden“. Die Grünen forderten eine naturschutzfachliche Analyse, die ein Wegekonzept erarbeitet und zugleich den Naturschutz und die Biotope sichert. Dem stimmte der BA zu.

Die Bima will das Gelände zunächst geschlossen halten. „Wann das Areal wieder frei zugänglich gemacht werden kann, ist aktuell leider nicht prognostizierbar“, sagte ein Sprecher. Die Behörde plant, das Virginia-Depot frühestens in zwei bis drei Jahren wieder zu öffnen.

Katrin Hildebrand

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