Bewohnerin alarmiert Feuerwehr

Flammeninferno im Botanischen Garten

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München - Heller Feuerschein und lautes Prasseln weckte in der Nacht zum Donnerstag die Bewohnerin einer Dienstwohnung im Botanischen Garten. Nach einem Blick aus dem Fenster alarmierte sie sofort die Feuerwehr.

Bilder: Feuer im Botanischen Garten

Dramatische Minuten erlebten die Mitarbeiter des Botanischen Gartens in der Nacht zu Donnerstag. Zwischen zwei Wohngebäuden ging auf dem historischen Gelände am Nymphenburger Schlosspark (Menzinger Straße) in der Nacht ein Holzschuppen samt Holz- und Gerätelager in Flammen auf. Der Schaden wird auf über 200.000 Euro geschätzt.

Lautes Prasseln und heller Feuerschein, „der sich in der Glaskuppel des Palmenhauses gespenstisch spiegelte“ (Originalton Feuerwehrbericht), riss um 1.45 Uhr die Frau (32) eines Mitarbeiters aus dem Schlaf. Da stand die 300 Quadratmeter große Lagerhalle zwischen den Wohngebäuden bereits im Vollbrand. „In dem Holzschuppen befand sich unser Holzlager sowie eine ganze Reihe von Maschinen und Werkzeug, das zu einem großen Teil Fremdfirmen gehört, die ihre Sachen dort gerade untergestellt hatten“, berichtete der Technische Leiter des Botanischen Gartens, Stefan Wiegert. Auch ein Mini-Bagger wurde ein Raub der Flammen.

Eine Stunde lang kämpfte ein Großaufgebot von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr gegen das heftig wütende Feuer. Erst dann konnten die Retter einen daneben stehenden Container öffnen, in dem Gasflaschen gekühlt werden mussten. Mit einem Radlader wurde dann das Hallen-skelett eingerissen. Ein Feuerwehrmann zog sich leichte Verbrennungen zu.

Ob die Ursache je ermittelt werden kann, ist fraglich. Stefan Wiegert: „Das hier ist alles nur noch ein Haufen Asche.“

Dorita Plange

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