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Wieder 6000 neue Flüchtlinge in München: Sonderzüge nach NRW

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6000 Flüchtlinge sollen am Donnerstag insgesamt am Münchner Hauptbahnhof ankommen.

München - Der Zustrom nach München hält unvermindert an. Auch am Donnerstag werden bis zu 6000 Flüchtlinge erwartet. Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Newsblog.

Update vom 01.10.2015: In der Debatte um Flüchtlinge greift Horst Seehofers CSU Angela Merkel immer schärfer für ihren Kurs an. 

Update vom 27. September 2015: Die erste Aufgabe für die Flüchtlingskinder: Sie müssen Deutsch lernen. Vor dieser Aufgabe stehen nun viele Lehrer in München.

+++TICKER ZUM NACHLESEN+++

+++ 19.45 Uhr: Zwei regelmäßige Sonderzüge mit Flüchtlingen sollen von diesem Freitag an aus Bayern nach Nordrhein-Westfalen fahren, um den Hauptbahnhof München zu entlasten.

+++ 19.30 Uhr: Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes versuchen Salafisten gezielt, Flüchtlinge anzuwerben, darunter auch Jugendliche. Dem bayerischen Landesamt seien derartige Fälle bekannt, erklärte am Donnerstag ein Sprecher und bestätigte einen entsprechenden BR-Bericht: „Salafisten versuchen dabei, auch unbegleitete junge Flüchtlinge anzusprechen, die ohne ihre Familien in unser Land kommen und in besonderer Weise nach Anschluss und Unterstützung suchen.“ Dies geschehe vor allem im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften, vereinzelt auch auf dem Münchner Hauptbahnhof.

Der Salafismus ist eine religiöse und politische Bewegung im Islam, die nur von einer kleinen Minderheit der Muslime getragen wird. Salafisten lehnen westliche Demokratien ab und sehen eine „islamische Ordnung“ mit islamischer Rechtsprechung (Scharia) als einzig legitime Staats- und Gesellschaftsform an.

Eine junge Frau aus Syrien bedankt sich am Donnerstag mit einem Schild bei den Deutschen für ein herzliches Willkommen.

+++ 17.06 Uhr +++ Syrisch-deutsche Begegnungen in Erfurt: Flüchtlinge bedanken sich mit Blumen und kleinen Karten für ihre Aufnahme in Deutschland. Die Idee zu der Aktion kam einem jungen Mann, nachdem er die Nachrichten verfolgt hatte. Auch in München, Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg sollen am Donnerstag Syrer mit Blumen unterwegs gewesen.

+++ 16.50 Uhr +++ Von den 6000 Flüchtlingen, die im Laufe des Donnerstags in München ankommen sollen, werden laut BR 1.750 mit zehn Bussen nach Düsseldorf gefahren. 500 Neuankömmlinge sollen bereits am Vormittag nach Düsseldorf gefahren sein. Bis Mitternacht seien weitere Züge vorgesehen, die Leute nach Niedersachsen bringen. Zehn Busse verteilten die Menschen zusätzlich auf bayerische Bezirke.

+++ 16.35 Uhr +++ Warum fliehen Syrer eigentlich nicht in die reichen Golfstaaten? Auf den ersten Blick scheint das vielleicht naheliegend, auch aus räumlicher Sicht. Doch dem ist nicht so. Ein Artikel von ntv erklärt, wieso. 

+++ 15.20 Uhr +++ Aufruf von "München ist bunt": Am Hauptbahnhof werden folgende Artikel - derzeit - dringend benötigt: Wasser (0,5l still), industrieverpackte Lebensmittel (Kekse, Müsliriegel ...), Obst (Bananen, Äpfel). Die Spenden können beim Info-Point (blauer Bus) in der Nähe des Hauptbahnhofs in der Luisenstraße 4 abgegeben werden. Achtung: Der Bedarf kann sich schnell ändern.

Detailliertere Infos gibt's hier:

München hilft!Bitte liken und teilen!!Sonderaufruf!! Uns geht am Hauptbahnhof das Wasser (das wir den Flüchtlingen mit...

Posted by München ist bunt on Donnerstag, 10. September 2015

6000 Flüchtlinge am Donnerstag: Es werde schwieriger, auf den "Ansturm" zu reagieren

+++ 15.13 Uhr +++ Vor allem die Betreuung minderjähriger Flüchtlinge wird zum Problem: „Die Stadt München ist hier an der Grenze ihrer Kapazitäten“, sagte ein Sprecher des Stadtjugendamtes am Donnerstag. Die 1500 Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Stadt München seien nahezu erschöpft.

+++ 15.07 Uhr +++ Eigentlich sollte die Mehrzahl der in München ankommenden Flüchtlinge auf andere Bundesländer weiterverteilt werden. Doch das bleibt laut Regierungssprecher Christoph Hillenbrand kompliziert:

In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sei die Situation stark angespannt. Ein geplanter Sonderzug nach Nordrhein-Westfalen musste gestern bereits ausfallen. Zudem habe sich die Verteilung der Flüchtlinge über Sonderzüge nicht etabliert. Auch ein weiteres Drehkreuz sei derzeit nicht in Sicht.

Hillenbrand zeigt sich besorgt: „Derzeit häufen sich die Signale, dass es schwieriger wird, auf diesen Ansturm zu reagieren."

Weder in Leipzig noch in Dresden ist bisher eines entstanden. Momentan bleibt München auf der großen Verantwortung alleine sitzen.

+++ 14.49 Uhr +++ 6000 Flüchtlinge sollen am Donnerstag nach München kommen- mit dieser Zahl rechnet die Regierung von Oberbayern. Alleine bis 11 Uhr sollen etwa 1300 Migranten am Hauptbahnhof angekommen soll. Seit Samstag ist die Zahl der Flüchtlinge, die nach München kamen, damit auf rund 37.000 angestiegen.

+++ 14.17 Uhr +++ Ehrenamtliche Helfer sollen vom Bund mit 3,5 Millionen Euro unterstützt werden. Laut Bundesintegrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) sollen mit dem Geld Supervision, Schulungen und Anlaufstellen für Ehrenamtliche der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege bundesweit in diesem und im nächsten Jahr ausgebaut werden, berichtet die Deutsche Presse Agentur dpa. „Wir müssen uns darum kümmern, dass die Hilfe der Ehrenamtlichen einen langen Atem hat“, sagte Özoguz am Donnerstag bei der Präsentation des Berliner Projekts „Kulturbuddys“. Man müsse auch aufpassen, dass Ehrenamtliche nicht überfordert werden. Mit der Anschubfinanzierung sollen Projekte vor Ort gefördert werden.

Merkel fordert leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt

+++ 13.59 Uhr +++ In Berlin hat Kanzlerin Angela Merkelderweil eine Stelle des Bundesamts für Migration besucht. Dort sagte sie, sie wolle die Integration und Arbeits-Perspektiven für Flüchtlinge verbessern.

+++ 13.45 Uhr +++ EILMELDUNG: Österreich hat den Zugverkehr mit Ungarn vorübergehend eingestellt. Das gab die Österreichische Bahn am Donnerstag bekannt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. In der Nacht zum Donnerstag war die Zahl der aus Ungarn einreisenden Flüchtlinge nach Angaben der Polizei wieder deutlich gestiegen.

+++13.03 Uhr +++ Am Hauptbahnhof ist Helfen seit Tagen Routine. Am Mittwoch hat auch der Münchner Stadtrateine Resolution zur Willkommenskultur in München beschlossen. 

+++ 12:10 Uhr +++ Dänen halfen den syrischen Flüchtlingen heute Morgen bei der Weiterreise, schrieb Mathias Schulze, Kameraman des ARD-Studios Stockholm, auf Twitter.

+++ 12.09 Uhr +++ Syrische Flüchtlinge auf der dänischen Insel Rødby waren froh, dass sie heute Morgen endlich weiterreisen konnten - über Kopenhagen sollte es nach Stockholm gehen, berichtet ARD-Studio Stockholm. Bis heute morgen hatte Dänemark die Grenze für deutsche Züge dicht gemacht. 

+++ 11.34 Uhr +++ Der Infobus der Organisation "München Hilft e.V." steht jetzt nicht mehr am Hauptbahnhof, sondern in der Luisenstraße 4. Ehrenamtliche Helfer können sich dort kundig machen, wie sie sich am besten einbringen. 

Zum leichteren Erkennen: Es handelt sich um einen blauen Streetworkerbus, schrieb die Münchner Polizei gestern Abend auf Twitter.

Jeder fünfte Deutsche hat schon einmal geholfen

+++ 10.45 Uhr +++ Laut einer Umfrage hat fast jeder fünfte Bürger in Deutschland schon einmal etwas unternommen, um einem Flüchtling zu helfen, exakt 18 Prozent. 23 Prozent gaben an, sie hätten Flüchtlinge bisher nicht unterstützt - hätten dies aber vor. Mit Nein antworteten 59 Prozent der Befragten. Ausgeführt hat die Umfrage das Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

Am meisten wurden Sachspenden getätigt, danach folgten Geldspenden. Daneben kümmerten sich Befragte etwa um Behördengänge oder schulische Hilfe. Nur ein ganz geringer Teil der 18 Prozent, die einem Flüchtling schon einmal geholfen haben, haben Menschen aufgenommen, wie die dpa berichtet. 

Wenn Sie selbst in München helfen möchten, haben wir hier Informationen für Sie zusammengestellt. 

+++ 10.30 Uhr +++ Manche Schlepper nutzen die Notlage von Flüchtlingen doppelt aus: Sexueller Missbrauch von Flüchtlingskindern sei keine Seltenheit, sagt der ehemalige Münchner Kinder- und Jugendpsychater Joest Martinius. Doch auch in Unterkünften drohe den Kindern Gefahr. 

+++ 10.17 Uhr +++ München muss bei der Verteilung von Flüchtlingen unterstützt werden. Deshalb sollen in anderen deutschen Städten so schnell wie möglich weitere Drehkreuze eingerichtet werden. Leipzig sei konkret im Gespräch, berichtete der BR am Mittwochabend. Passiert sei aber bis auf Gespräche und Prüfungen noch nichts. 

+++ 10.12 Uhr +++ Berufs-Provokateur Hans Söllner nimmt auch in Sachen "Flüchtlinge" kein Blatt vor den Mund. Von der "lauten" Empfangskultur, wie sie teils am Münchner Hauptbahnhof gepflegt wird, hält er nichts.

+++ 9.59 Uhr +++ Dänemark lässt wieder deutsche Züge ins Land. Das vermeldet die dpa am Donnerstagmorgen. Der grenzüberschreitende Zugverkehr wurde am Donnerstagmorgen wieder aufgenommen. Ein erster Zug mit Flüchtlingen startete demnach um kurz nach 7 Uhr. Dänemark hatte den Zugverkehr am Mittwoch eingestellt, zahlreiche Flüchtlinge waren auf ihrem Weg gen Norden an der Grenze gestoppt worden.

Das war der Mittwoch

+++ 19.41 Uhr: Der Zustrom von Flüchtlingen nach München hält weiter an. Am Mittwoch kamen am Münchner Hauptbahnhof bis 17.00 Uhr rund 4000 Asylsuchende an. Bis Mitternacht rechnete die Regierung von Oberbayern mit einem weiteren Zustrom und einer Tagesgesamtzahl von etwa 5500 Asylsuchenden. Insgesamt seien damit seit Anfang September rund 33.000 Asylbewerber in München eingetroffen, so viele wie im ganzen Jahr 2014. Seit Anfang 2015 sind es jetzt mehr als 100.000 Menschen.

Die Lage am Münchner Hauptbahnhof hat sich nach Einschätzung der Behörde dennoch deutlich weiter stabilisiert. „Vor allem die bundesweiten Weiterleitungen laufen jetzt deutlich zügiger und stabiler“, sagte der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, am Abend. „Weitere Drehkreuze neben München zur direkten Weiterleitung der Asylsuchenden wären aber nach wie vor eine enorme Hilfe für das Drehkreuz München und die Weiterleitung der zu Tausenden hier eintreffenden Asylsuchenden.“

Inzwischen scheint aber wenigstens die grenzüberschreitende Kommunikation mit Österreich und Ungarn deutlich besser zu funktionieren, so dass sich die Behörden in Bayern auch besser auf weitere Ankünfte vorbereiten können.

+++ 19.16 Uhr: 

Wegen der Überlastung der Aufnahmeeinrichtungen hat Baden-Württemberg am Mittwoch zeitweise die Aufnahme neuer Flüchtlinge gestoppt. Es handle sich dabei "rein um eine Maßnahme für den heutigen Nachmittag", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Abend in Berlin. Er versicherte: "Selbstverständlich nimmt Baden-Württemberg weitere Flüchtlinge auf."

Allerdings komme sein Land an die Grenzen seiner Kapazitäten, nachdem in den vergangenen Tagen tausende Flüchtlinge eingetroffen seien. "Wir suchen täglich fieberhaft nach Liegenschaften, in denen wir die Flüchtlinge unterbringen können", sagte Kretschmann. Den Bund forderte der Ministerpräsident "dringlich" auf, die Dauer der Asylverfahren rasch zu kürzen. "Sonst sprengt das unsere Möglichkeiten", sagte Kretschmann. Die Verfahrensdauer müsse von derzeit mehr als fünf auf drei Monate verkürzt werden. "Die Flüchtlingszahlen werden nicht ab-, sondern zunehmen", fügte er hinzu.

Am Abend beriet Kretschmann in Berlin mit den anderen Ministerpräsidenten über die Flüchtlingsfrage und über die Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern.

+++ 17.09 Uhr +++ Angesichts Hunderter ankommender Flüchtlinge hat die dänische Bahn ihren Zugverkehr zwischen Deutschland und Dänemark auf unbestimmte Zeit eingestellt. Zwischen Flensburg und Padborg in Südjütland sollten auf Anweisung der Polizei keine Züge mehr fahren, sagte ein Sprecher der Bahngesellschaft DSB. Gleiches gelte auch für Züge, die auf der Fähre zwischen Fehmarn und Rødby auf der Insel Lolland transportiert würden.

Eine Fähre aus Fehmarn mit etwa hundert Flüchtlingen an Bord hatte die Polizei am Mittwoch im Hafen von Rødby gestoppt. Andere Fähren müssten vor Rødby warten. Seit gestern Nacht waren etwa 330 Flüchtlinge auf Lolland angekommen. Mehrere Hundert waren mit dem Zug nach Padborg bei Flensburg gelangt.

+++ 16.59 Uhr +++ Der Plan der EU-Kommission zur Verteilung von Flüchtlingen in der Europäischen Union stößt in Großbritannien weiter auf Ablehnung. Premierminister David Cameron sagte im britischen Parlament, solche "Umverteilungsquoten" für Flüchtlinge würden "das Problem nicht lösen". Vielmehr würde damit ein Signal an Menschen ausgesandt, "auf ein Boot zu steigen und diese gefährliche Reise" auf sich zu nehmen. Europa müsse für die Länder im Schengen-Raum eine eigene Antwort finden. Großbritannien könne für seine Grenzen "souveräne Entscheidungen" treffen.

Großbritannien ist nicht Teil des Schengen-Raums, in dem in der Regel Reisefreiheit ohne Grenzkontrollen gilt, und Cameron hatte bereits zuvor klar gemacht, dass sein Land nicht an einem Quoten-System zur Verteilung der Flüchtlinge teilnehmen will. Cameron hatte am Montag lediglich zugestanden, dass sein Land in den nächsten fünf Jahren insgesamt 20.000 Flüchtlinge aus Syrien aufnimmt. Die Flüchtlinge sollen aus Camps in der Nähe der Grenze zu Syrien kommen, bereits in Europa gelandete Flüchtlinge sollen nicht nach Großbritannien kommen. Neben Großbritannien lehnen auch andere EU-Länder wie Polen verpflichtende Quoten ab.

+++ 16.29 Uhr +++ Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gibt der Ausweitung des EU-Militäreinsatzes gegen Schleuser im Mittelmeer volle Rückendeckung. Die sogenannte Phase II im Kampf gegen Schleuserkriminalität sei ein „wichtiges Mittel“, um den mit äußerster Brutalität agierenden Banden das Handwerk zu legen, sagte die Ministerin in der Haushaltsdebatte des Bundestags. Gleichzeitig räumte sie ein: „Es ist natürlich nicht das Ende der Fluchtursachen.“ 

Die Seenotrettung, an der sich die Bundeswehr seit Mai mit zwei Schiffen beteiligt, werde auch weiterhin Priorität haben, fügte von der Leyen hinzu. Seit Beginn dieses Einsatzes hätten deutsche Soldaten mehr als 7200 Schiffbrüchigen das Leben gerettet.

+++ 16.02 Uhr +++ Wie provisorisch die Versorgung der Flüchtlinge in Budapest vonstatten geht, zeigt n-tv-Korrespondent Dirk Emmerich auf Twitter:

+++ 15.57 Uhr +++ Die Zahl der Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Bis Juli seien insgesamt 9915 Flüchtlinge nach Ablehnung ihres Asylantrags in ihre Heimatländer zurückgeführt worden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin. Im Gesamtjahr 2014 habe die Zahl bei 10.884 gelegen. Jene Flüchtlinge, die freiwillig zurückkehrten, seien in der Zahl nicht enthalten. 

Das Ministerium drängte auf eine noch konsequentere Abschiebung abgelehnter Bewerber: "Wir sehen da weiteres Optimierungspotenzial", sagte der Sprecher. Die Zahl der Rückreisen müsse sich der Zahl der Ausreisepflichtigen weiter anpassen. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung rund 800.000 Flüchtlinge, rund vier Mal soviel wie im vergangenen Jahr. Die Anerkennungsquote liegt derzeit bei rund 40 Prozent.

+++ 15.30 Uhr +++ Sie fragen sich, welches Land wie viele Flüchtlinge aufnehmen soll? Die ARD hat hierzu eine Tabelle erstellt. Deutschland steht ganz oben, dahinter folgen Frankreich und Spanien.

+++ 15.05 Uhr +++  Update zu der Kamerafrau, die einem Flüchtling im Gemenge ein Bein gestellt hatte, sodass dieser mit Kind auf dem Arm zu Boden ging: Die Frau wurde von ihrem Arbeitgeber, dem Sender N1TV gekündigt. Auf Facebook hieß es: "Eine N1TV-Kollegen hat sich heute an einem Sammelpunkt (für Flüchtlinge) in Röszke inakzeptabel verhalten."

Infostand für Helfer am Hauptbahnhof München

+++ 14.57 Uhr +++ News vom Hauptbahnhof München: Es gibt am Elisenhof bei den Sightseeingbussen einen MVG Bus, an dem sich alle Helfer melden sollen. Der Aufruf kommt von der Organisation "München ist bunt". Auf deren Facebook-Seite gibt es weitere Infos. Falls Freunde und Bekannte ebenfalls zum Helfen angeregt werden sollen, bietet es sich an, den Post zu liken und zu teilen. Die Organisation will die Flüchtlingshilfe besser koordinieren, damit Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden. 

München hilft!Bitte unbedingt liken!! und teilen!! damit auch eure FreundInnen helfen können.Wir versuchen in...

Posted by München ist bunt on Dienstag, 8. September 2015

+++ 14.34 Uhr +++ Frankreich hat eine erste Gruppe von in Deutschland angekommenen Flüchtlingen aufgenommen. Die 53 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak kamen am Mittwochmorgen mit einem Bus aus München im südöstlich von Paris gelegenen Champagne-sur-Seine an, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Dort wurden sie von Helfern des Roten Kreuzes in Empfang genommen. 

"Im Irak ist das Leben gefährlich, deswegen wollen wir hier ein neues Leben anfangen", sagte ein 28-jähriger Ingenieur aus Bagdad. "Ich will hier bleiben und Französisch lernen." 

Frankreichs Staatschef François Hollande hatte am Montag angekündigt, sein Land werde rund Tausend über Ungarn nach Deutschland eingereiste Flüchtlinge aufnehmen. "Wir können nicht Deutschland diese Solidarität und Verantwortung alleine übernehmen lassen", sagte der Sozialist, der sich zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch für einen "dauerhaften und verpflichtenden Mechanismus" bei der Verteilung von Flüchtlingen in Europa einsetzt.

+++ 14.28 Uhr +++ Schöne Aktion von Uber: Laut Twitter-User Harald Frank soll der Online-Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen eine Spendenaktion für Flüchtlinge gestartet haben:

+++ 14.17 Uhr +++ Gute News aus Röszke von n-tv-Reporter Thomas Präkelt:

Pro Asyl kritisiert Bundesregierung

+++ 12.50 Uhr +++ Mit Blick auf den Flüchtlingsstrom nach Deutschland hat die Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge Pro Asyl der Bundesregierung Fehlplanung vorgeworfen und eine Offenlegung der Zugangsstatistiken verlangt. Der Bund rechne mit 800.000 Flüchtlingen, plane aber nur 150.000 winterfeste Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen, wo die Situation schon jetzt angespannt sei, kritisierte Pro Asyl.

+++ 12.46 Uhr +++ n-tv-Reporter Thomas Präkelt berichtet wieder live aus dem ungarischen Röszke: Die Lage dort habe sich beruhigt, der Zugang zu den Bussen, die die Flüchtlinge zur Registratur bringen, laufe geregelter ab. Problematisch sei jedoch, dass der Müll im Camp nicht abtransportiert wird. Hilfe leisten ausschließlich Freiwillige. Die sind jedoch mit den vielen anstehenden Aufgaben wie der medizinischen Versorgung am Limit. 

+++ 12.38 Uhr +++ Am Samstag, 12.09.2015, findet am Rindermarkt die Demonstration „Love, Beats & HappyBass Vol. 02“ statt. Als Folgeveranstaltung des ersten Gegenprotest zur Bagida und Pegida Demonstration am Marienplatz und dem dort erscheinenden Pegida Gründer Lutz Bachmann haben sich Münchner Privatpersonen erneut zusammengeschlossen, um friedlich und solidarisch für ein vielfältiges München und gegen Nationalismus und Hass zu demonstrieren.

Das Ganze soll laut Veranstalter keine übliche Demonstration werden, sondern ein kreativer und vielfältiger Ausdruck, der zeigt, dass in München Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben darf. Weitere Infos gibt's auf der Facebook-Seite des Veranstalters

Stadtrat: Flüchtlingsaufnahme erfordert Anstrengungen

+++ 12.22 Uhr +++ Der Stadtrat hat heute einstimmig die Resolution „Willkommenskultur in München!“ beschlossen. Hans Dieter Kaplan, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender sagte dazu: "Die bisher ankommenden Flüchtlinge konnten durch die sehr gute Zusammenarbeit aller herzlich willkommen geheißen werden – allen Beteiligten gilt unser herzlichster Dank!" 

Auch weiterhin würde die Herausforderung angenommen, Flüchtlinge, die in der Stadt ankommen, willkommen zu heißen und humanitäre Hilfe zu leisten. "Gleichzeitig richten wir auch den Blick nach vorn: Die Aufnahme und Integration aller hier Bleibenden erfordert ohne Frage Anstrengungen", sagte Kaplan. "Wir unterstreichen deshalb die Überlegungen des Oberbürgermeisters zur verstärkten Unterstützung der ehrenamtlich Tätigen."

+++ 12.14 Uhr +++ Wo werden Flüchtlinge in München eigentlich registriert? Und was bedeutet es, wenn ein Asylbewerber ein grünes Armband trägt? Twitter-Userin Anke Domscheit-Berg beschäftigten diese Fragen. Die Polizei München gab eine Antwort:

Wer zur Hilfe für Flüchtlinge in München Fragen hat, kann sich auf Twitter an @MunchenHilft wenden.

+++ 12.06 Uhr +++ Die Flüchtlingskrise verlangt erhöhte Sensibilität im Umgang mit gewissen Themen - das gilt auch für die Medien. Die französische Zeitung "Le Monde" hat sich mit der Platzierung ihrer Werbung einen ordentlichen Fauxpas geleistet. Die Zeitung hat auf Seite eins das Foto des toten Flüchtlingsjungen am Strand von Bodrum abgebildet, blättert man einmal um, sieht man eine Werbung von Gucci - das Model liegt in ähnlicher Pose wie der Junge am Strand. Twitter-Userin Cornelia hat das makabere Foto getweetet.

+++ 11.50 Uhr +++ Der Ansturm von Flüchtlingen auf den Münchner Hauptbahnhof ist am Dienstag erstmals ein wenig zurückgegangen. Wir haben eine erste Bilanz der vergangenen Tage gezogen.

+++ 11.03 Uhr +++ Die große Zahl von Flüchtlingen stellt auch das Schulsystem vor große Herausforderungen. Kultusminister Spaenle sieht Bayerns Schulen gut gerüstet. „Wir können am Dienstag gut starten“, sagte Spaenle. 

Man werde dann im Laufe des Schuljahres aber flexibel auf weiter steigende Schülerzahlen reagieren. „In dem Bereich ist eine hohe Dynamik.“ Mit wie vielen zusätzlichen Schülern man bis zum Jahresende insgesamt rechnen müsse, konnte Spaenle derzeit noch nicht sagen. Er sprach aber von einer Zahl „im Zehntausenderbereich“.

Merkel: "Wir müssen jetzt einfach anpacken"

+++ 10.23 Uhr +++ Nach den teils harschen Vorwürfen aus den Ländern am Milliarden-Maßnahmenpaket der Koalition hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Kompromissbereitschaft in der Flüchtlingsfrage aufgerufen. „Wir brauchen uns nicht gegenseitig die Schuld zuzuschieben, wer dies und jenes noch nicht gemacht hat“, sagte Merkel in der Generaldebatte im Bundestag. „Sondern wir müssen jetzt einfach anpacken und alle konkreten Hindernisse aus dem Weg räumen.“ Dann sei ein friedliches Zusammenleben mit den Menschen möglich, die nach Deutschland kämen.

+++ 10.14 Uhr +++ EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Verteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen aus Ungarn, Griechenland und Italien auf andere EU-Staaten vorgeschlagen. Europa müsse in der Flüchtlingskrise "mutig und entschlossen" handeln, forderte Juncker am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg. Er verlangte von allen Mitgliedstaaten, Solidarität zu zeigen und sich an der Aufnahme von Flüchtlingen zu beteiligen. 

Gleichzeitig kündigte Juncker einen dauerhaften Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge an sowie eine EU-weit gültige Liste mit sicheren Herkunftsländern, was Abschiebungen erleichtern würde. Mit einem Fonds sollen zudem Fluchtursachen wie Armut in Afrika bekämpft werden.

+++ 10.12 Uhr +++ Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hat der Bundesregierung vorgeworfen, viel zu wenig zur Bekämpfung Fluchtursachen in der Welt zu tun. "Der Krieg muss überwinden werden, wenn man will, dass Menschen nicht gezwungen werden, zu fliehen", sagte Gysi in der Generaldebatte zum Bundeshalt. Deutschland sei der drittgrößte Waffenexporteur in der Welt. "Verhindern Sie doch wenigstens Waffenverkäufe an Diktaturen und in Krisengebiete", sagte der Fraktionsvorsitzende.

+++ 9.53 Uhr +++ n-tv-Reporter Thomas Präkelt hat Neuigkeiten aus Röszke: Die Lage ist entspannter als gestern. Aber nun soll die Einfahrt zum Camp blockiert sein. Was bedeutet das für die Flüchtlinge? Präkelt sagt, ein Teil der Flüchtlinge wolle nicht länger dort bleiben.

+++ 9.50 Uhr +++  Schockierende Videoaufnahmen in Ungarn: Eine ungarische Kamerafrau bringt einen fliehenden Flüchtling mit ihrem Bein zu Fall.

+++ 7.30 Uhr +++ Eine Geschichte über einen völlig erschöpften Flüchtlingshelfer kursiert bei Facebook und zeigt, in welcher Ausnahmesituation die Welt sich gerade befindet - sogar die Bahnbelegschaft.

Homezuging.Hinter mir sitzt der junge Mann mit dem Caritas-Shirt, der am Bahnhof gerade noch in drei Sprachen Flü...

Posted by Tom Rottenberg on Montag, 7. September 2015

Flüchtlings-Situation in München: Lesen Sie hier, was in den letzten Tagen passiert ist.

kf

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