Hurra, ich habe meine Bilder wieder!

Gaudlitz bekommt gestohlene Gemälde nach zwölf Jahren zurück

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Vor zwölf Jahren zog Wolf Gaudlitz um – zwei Gemälde wurden ihm dabei ­gestohlen. Jetzt hat Glaubitz die Bilder zurück, sie sind mittlerweile in Gaudlitz’ Haus auf Sizilien.

München - Vor zwölf Jahren verschwanden zwei Gemälde aus dem Besitz des Münchner Regisseurs Wolf Gaudlitz (61) bei einem Umzug – jetzt sind sie wieder da!

Es ist ein kleines Wunder. Vor zwölf Jahren verschwanden zwei Gemälde aus dem Besitz des Münchner Regisseurs Wolf Gaudlitz (61) bei einem Umzug – jetzt sind sie wieder da! Das kann der Filmemacher doppelt feiern: Am Dienstag zeigt der Viehhof beim Open-Air seinen Film Sahara Salaam.

Rückblende: Von Giesing war Gaudlitz im Jahr 2004 mit seiner damaligen Lebensgefährtin Benita und den Kindern Moritz (28), Felix (26) und Leyla (12) nach Berg am Laim gezogen. In einer Brotzeitpause sei es dann wahrscheinlich passiert: Die in Decken eingeschlagenen Bilder seien gestohlen worden, so Gaudlitz. Über die tz suchte er damals nach Zeugen – zunächst ohne Erfolg.

Doch dann das Unglaubliche: Bei der Malerin der Bilder meldete sich nach gut einem Jahrzehnt ein Mann. „Er hatte das Gemälde über eine Haushaltsauflösung bekommen und meinen Namen darauf gelesen“, sagt die 70-jährige Künstlerin Helga Hornung. Der Mann wollte das Gemälde an die Künstlerin zurück verkaufen. Ohne zu wissen, dass die Werke als vermisst galten …

Die Gemälde hatten im Vorfeld wohl mehrmals den Besitzer gewechselt. Für Eigentümer Gaudlitz spielt das jetzt aber keine Rolle mehr. „Die Anzeige ist eh verjährt“, sagt Gaudlitz.

Der Filmemacher ist einfach nur glücklich, dass er seine Bilder nach so langer Zeit wieder hat. Vorher mussten sie aber im Ottobeurer Atelier von Malerin Hornung und ihres Lebensgefährten Philipp Reisacher (67) auf Vordermann gebracht werden. Denn: Die 105 mal 85 Zentimeter großen Werke sind wohl über einen längeren Zeitraum in einem Raucherhaushalt gehangen. „Die Gemälde waren ganz gelb, wir mussten sie in mehreren Schritten reinigen“, erzählt das Künstlerpaar.

Vor zwei Monaten, im Wonnemonat Mai, holte Wolf Gaudlitz seine Gemälde bei dem Künstler-Paar ab – um sie dann wieder auf Reise zu schicken. Denn: In dem Haus des Regisseurs auf Sizilien haben sie jetzt im Schlafzimmer ein Ehrenplatzerl gefunden.

Die beiden Bilder heißen übrigens Moritz Mondmann und Felix Schwimm­flosse – sie beziehen sich auf die Spitznamen der beiden älteren Kinder des Filmemachers.

Fehlt eigentlich nur noch das zwölfjährige Nesthäkchen Leyla – dieses Mal aber hoffentlich ohne erzwungene zwölfjährige Gemälde-Abstinenz …

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