CSU ist wie paralysiert

Schlagbauer-Skandal: Das sagt Bürgermeister Josef Schmid

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Georg Schlagbauer und Josef Schmid.

München - Der Schock sitzt immer noch tief – nach dem Rücktritt von Wiesn-Stadtrat und Handwerkskammer-Chef Georg Schlagbauer (44). Die CSU ist wie paralysiert.

„Die Stimmung ist sehr schlecht, Spaß macht das alles gerade nicht“, sagt ein Stadtrat. Offiziell mag sich kaum jemand äußern. Wohl auch deshalb nicht, weil nicht klar ist, was da in den nächsten Tagen noch alles ans Licht kommt: Seit dem tz-Bericht werden stündlich immer mehr (auch fragwürdige) Details aus der Rotlicht-Szene bekannt! Klar scheint bisher, dass Georg Schlagbauer ein gut gehütetes Doppelleben geführt haben muss. Kokain, Bordell-Besuche – selbst langjährige Weggefährten und Freunde des Metzgermeisters ahnten nichts davon. „Ich bin aus allen Wolken gefallen“, sagt einer. Informiert waren wohl die CSU-Spitze und Ministerpräsident Horst Seehofer seit Mittwochabend.

Die tz sprach am Freitag mit Bürgermeister Josef Schmid (46, CSU): „Der Drogenkonsum Georg Schlagbauers war ihm bei seiner Tätigkeit als Stadtrat in keinster Weise anzumerken. Es gab an seiner Arbeit nichts auszusetzen. Das will ich in diesem Zusammenhang ausdrücklich betonen.“ Deswegen seien alle so schockiert gewesen, als die gewaltigen persönlichen Probleme Schlagbauers bekannt wurden. Wie reagiert die Partei nun? „Ich hatte mit Georg Schlagbauer seit seinem Rücktritt keinen persönlichen Kontakt. Wie das in Zukunft aussehen wird, ist kein Thema für die Öffentlichkeit.“

Lesen Sie hier, was die Prostituierte Larissa M. über Schlagbauer sagt.

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Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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