Anwohner warnen vor Hundehasser

Giftköder-Alarm im Perlacher Forst!

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Erika Helborn mit ihrer Mischlingshündin Fee. An dieser Stelle im Perlacher Forst hatte sie die verdächtigen Köder gefunden.

München - Wer tut so was? Im Perlacher Forst hat ein Hundehasser giftige Köder ausgelegt. Ein Zamperl wäre schon fast gestorben, die Anwohner sind alarmiert.

Das, was mal eine Idylle war, ist jetzt einfach nur noch gefährlich. Wir sind im Perlacher Forst – hier, wo so viele Leute mit ihren Hunden spazieren gehen. Hier, wo ein Tierhasser jetzt offenbar giftige Köder auslegt! Ein Zamperl wäre schon fast gestorben, die Anwohner sind alarmiert.

Erika Helborn aus Taufkirchen, die hier immer mit ihrer Mischlingshündin Fee Gassi geht, schüttelt den Kopf: „Wer tut so etwas?“ Sie hat am Sonntag mehrere Köder gefunden: Fleisch, Weißwursthaut und Knochen. Sofort sammelte sie alles ein: Schließlich hatte sie gerade erst von anderen Tierhaltern gehört, dass giftige Köder ausliegen sollen.

Tatsächlich: Petra S. (Name geändert) aus Unterhaching hat wochenlang um das Leben ihres Labrador-Rüden gebangt. Sie war an einem Samstagnachmittag mit ihrem Hund im Perlacher Forst am Weg Diensthüttengeräumt unterwegs gewesen. Plötzlich lief der Labrador ins hohe Gras am Wegrand, fraß dort ein Stück Hühnerfleisch, das fein säuberlich auf einem Plastikbeutel präpariert war. Petra S. fuhr sofort in die Tierklinik, sagte dem Münchner Merkur: „Das kam mir einfach spanisch vor!“

Der Tierarzt verabreichte dem Hund ein Mittel, das ihn den vermeintlichen Giftköder erbrechen ließ. Aber: Das Rattengift, das der Arzt später diagnostiziert, hatte sich im Körper des Hundes bereits ausgebreitet. Der Labrador kämpfte noch eine Woche später ums Überleben. Petra S. erstattete Anzeige bei der Unterhachinger Polizei. Die Beamten haben den vermeintlichen Giftköder bereits dem Landeskriminalamt übergeben. Dort überprüfen Spezialisten das Hühnerfleisch auf giftige Substanzen. „Eigentlich ist es sehr selten, dass jemand vorsätzlich Gift auslegt“, sagt Stefan Stahl von der Unterhachinger Polizei. Häufiger sei, dass Hunde vergammelte Lebensmittel fressen, die Spaziergänger am Straßenrand wegwerfen würden.

Petra S. hat dagegen keine Zweifel. Sie sagt: „Dass mein Hund vergiftet wurde, ist schlimm. Doch stellen Sie sich mal vor, ein kleines Kind kommt irgendwie mit so einem Giftköder in Kontakt …“ Die Anwohner sind alarmiert. Und Erika Helborn warnt jeden, den sie im Forst trifft. Hinweise an die Polizei Unterhaching: Telefon 089/ 61 56 20.

tra, hei

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