Angeklagter spricht von Fehler

Händler versteigert Oldtimer ohne Zustimmung des Besitzers

München - Er soll zwei Luxus-Oldtimer eines Bekannten ohne dessen Zustimmung versteigert und das Geld in seine marode Firma gesteckt haben: Dafür musste sich ein 56-Jähriger jetzt vor Gericht verantworten.

Das hat der angeklagte Inhaber einer Autowerkstatt am Dienstag vor dem Landgericht München II als Fehler bezeichnet. „Dafür muss ich geradestehen“, sagte der 56-Jährige.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm veruntreuende Unterschlagung in zwei Fällen vor. Er habe 2012 einen Rolls Royce Phantom und einen Bentley Speed Six Tourer der Baujahre 1928 und 1929 auf sich zugelassen und die Fahrzeuge für insgesamt rund 740 000 Euro versteigert. Der Auftrag des Eigentümers habe auf Verkauf der Oldtimer gegen eine Provision von zehn Prozent gelautet.

Die Firma des Angeklagten sei damals in einer „dramatischen finanziellen Schieflage“ gewesen. Sein Bekannter und Sponsor habe einen Teil des Oldtimer-Erlöses in den Betrieb stecken wollen. Er habe aber „strikt“ auf einem Preis von mindestens einer Million Euro für den Bentley und 260 000 Euro für den Rolls Royce bestanden.

Die eigenmächtige Unterschreitung dieser Vorgabe „war ein Fehler von mir“, gab der Angeklagte zu. Er bedaure das „außerordentlich“. Das Geld hat er nach seinen Angaben absprachegemäß in den Betrieb gesteckt. Darüber hinaus gab der 56-Jährige gesundheitliche Probleme an. Die Vorsitzende Richterin kommentierte diese Aussage mit den Worten: „Ich sehe das mal als Geständnis mit viel Drumherum an.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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