Die 5 häufigsten Fehler der Radler

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Zu eng! Gefährliche Situation in der Unterführung.

München - Nach dem Horror-Unfall in der Hansastraße schildert ein Polizei-Experte in der tz die fünf häufigsten Radfahrer-Fehler. Was sich ändern muss:

Wenn er auch nur einen Funken Ehre im Leib hat – dann muss er sich jetzt stellen: Auf der Suche nach dem Geisterradler, der im Westend den pensionierten Lehrer Orhan S. (74) umfuhr und lebensgefährlich verletzte (tz berichtete), zieht die Polizei jetzt sämtliche Register: Die Kleidung des im Koma liegenden Rentners wird im Kriminallabor auf Täter-DNA durchsucht.

Der Rentner Orhan S. (74) liegt nach dem Zusammenstoß mit einem Geisterradler im Koma.

Orhan S.’ Frau und eine Freundin haben den Täter gesehen, würden ihn wiedererkennen. Möglicherweise gibt es bald ein Phantombild. Orhan S. wich am Mittwoch um 23.10 Uhr vor dem Haus Hansastr. 24 einem auf dem Gehsteig parkenden Auto aus. Als er den Radweg betrat, schoss aus der Dunkelheit ein Geisterradler ohne Licht heran. Beim Zusammenprall erlitt Orhan S. lebensgefährliche Kopfverletzungen. Er liegt auf der Intensivstation der Neurochirurgie im Klinikum Rechts der Isar. Sein Sohn Umut S. (28) sagte am Freitag: „Die Ärzte dort sind Spitze. Sein Zustand ist schlecht, aber immerhin stabil.“

Münchens kuriose Radlfallen

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Der Radfahrer (etwa 30 Jahre alt, kräftige Statur, krause dunkle Haare, eventuell leicht verletzt) floh während des Rettungsein­satzes auf einem schwarz-weißen Bike. Auch das geparkte Auto wird bereits von Kriminaltechnikern auf Spuren untersucht.

Der tragische Unglücksfall ist einer von vielen, die rücksichtslose Radfahrer immer wieder auslösen. Polizeihauptkommissar Ulrich Meyer-Arend von der Verkehrspolizei schildert die fünf häufigsten Radfahrer-Fehler:

  • Geisterradler
  • Plötzlich auftauchende Radfahrer
  • Alkohol am Lenker
  • Die Vorfahrt zu erzwingen
  • Überholen auf engen Radlwegen

Dorita Plange

ist brandgefährlich. Wenn sich die Lenker berühren oder ein ungeübter Radler sich erschreckt, liegen am Ende dann meist beide da., kann tödlich enden. Meyer-Arend rät: „Immer erst Blickkontakt zu abbiegenden Auto- und Lkw-Fahrern suchen!“ ist oft der Auslöser für schwere Unfälle. Im Falle eines Unfalls mit anderen Verkehrsteilnehmern kann ein Radfahrer bereits mit 0,3 Promille zur Verantwortung gezogen werden.
, die aus Einfahrten schießen, unerwartet abbiegen oder wenden, überfordern andere Verkehrsteilnehmer.
verursachen immer häufiger Unfälle. Ebenso rücksichts­lose Zeitgenossen, die über Gehwege oder durch Fußgängerzonen preschen.
Dorita Plange

Dorita Plange

E-Mail:Dorita.Plange@tz.de

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