Per Haftbefehl gesucht

Verurteilter betrunken am Hauptbahnhof geschnappt

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Beinahe täglich nehmen Bundespolizisten am Münchner Hauptbahnhof mit Haftbefehl gesuchte Personen fest und führen sie der Strafverfolgung zu.

München - Betrunken am Hauptbahnhof zu schlafen, ist keine gute Idee. Besonders dann nicht, wenn man per Haftbefehl gesucht wird. Das musste ein 37-jähriger Rumäne am Donnerstagmorgen erfahren.

Ein Richter am Amtsgericht Düsseldorf hatte den Mann im Februar dieses Jahres wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu 600 Euro oder ersatzweise 60 Tagen Haft verurteilt. Doch das Urteil hatte den 37-Jährigen scheinbar wenig gekümmert, er leistete die Strafe nicht ab. Seit Juni suchte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf deshalb nach dem Mann.

Am Donnerstagmorgen wurde der Verurteilte dann zufälligerweise am Münchner Hauptbahnhof gefunden - und das in betrunkenem Zustand. Bundespolizisten kontrollierten den Mann am Eingang Bayerstraße, kurze Zeit später klickten die Handschellen. Nachdem der 37-Jährige die geforderte Geldsumme nicht aufbringen konnte, lieferten ihn die Beamten gegen Mittag in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim ein. Dort schläft er jetzt seinen Rausch aus.

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