Herr OB Ude, warum...

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Das Pelkovenschlössl in Moosach: Es ist eines der Häuser der Landeshauptstadt, das für Veranstaltungen gemietet werden kann.

München - In der tz beantwortet Münchens OB Christian Ude die Fragen unserer Leser. Heute möchte Elmar wissen, warum es in München kein Haus gibt, das Vereine günstig mieten können.

Frage:

In München gibt es viele Vereine, die ohne eigene Räumlichkeiten auskommen müssen. In anderen Orten ist das nicht immer so. Meine Frage: Warum gibt es in München kein solches „Haus der Vereine“? Mein Verein hat sich wirklich bemüht, in München geeignete Räumlichkeiten zu finden, was aber an horrenden Mietpreisen gescheitert ist. Vielleicht kann uns die Stadt da weiterhelfen.

Elmar Berndt, per E-Mail

Antwort:

In München gibt es mehr als 10 000 Vereine, die sich sozial oder kulturell für das öffentliche Leben in München engagieren. Die Landeshauptstadt München begrüßt diese Initiativen sehr und unterstützt und fördert sie durch Beratung und die Schaffung von Infrastruktur. So werden Vereine z. B. vom Kulturreferat durch die Errichtung und Förderung von bisher 30 stadtteilkulturellen Zentren wie z. B. der Seidlvilla, dem Pelkovenschlössl, dem Kulturhaus Milbertshofen oder dem Kulturzentrum Trudering oder durch die Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten im Stadtviertel unterstützt.

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Dort haben Vereine die Möglichkeit, Veranstaltungen durchzuführen und zu moderaten Konditionen Räumlichkeiten anzumieten. Ebenso bietet das Sozialreferat in seinen Einrichtungen wie z. B. den zahlreichen Nachbarschaftstreffs, dem Selbsthilfezentrum oder den Jugendkultureinrichtungen Nutzungsmöglichkeiten für Dritte. Damit besteht ein engmaschiges Netz von Einrichtungen, die den Bürgern und Vereinen zur Verfügung stehen. Eine kostenlose Hilfestellung für Raumsuchende bei städtischen Einrichtungen wird im Internet auf den Seiten des Kulturreferates unter www.muenchen.de/kulturzentren mittels einer Raumbörse angeboten. Des Weiteren sind in einer Stadtteilkulturkarte Kontaktdaten und Informationen über mögliche Partner und Akteure im eigenen Stadtviertel ersichtlich (www.muenchen.de/stadtteilkultur).

Es gibt also bereits eine Vielzahl von „Häusern der Vereine“. Natürlicherweise sind aber auch dort die Räumlichkeiten begrenzt und die Nachfrage ist sehr groß, sodass trotz aller Bemühungen nicht alle Bedürfnisse von der Stadt abgedeckt werden können.

tz

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