In und um München

Horror auf den Straßen: Traurige Unfall-Bilanz am Wochenende

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Bei einem Unfall auf der A92 starb eine junge Frau.

München - Zwei Tote und immense Schäden: Das Wochenende endet in und um München mit einer traurigen Unfall-Bilanz.

Mercedes rammt Porsche: 2 Verletzte

Der Fehler eines Mercedes-Fahrers (47) sorgte am Samstag um 16.45 Uhr auf dem Herkomerplatz in Bogenhausen für einen folgenschweren Unfall mit einem Porsche Panamera. Beim Überqueren der Kreuzung von der Ismaninger Straße übersah der Ingenieur um 16.45 Uhr den Porsche und knallte ihm voll in die Fahrerseite. Er blieb dabei unverletzt, Der Panamera jedoch verzog sich derartig, dass sich die beiden Insassen – ein Ehepaar (66 und 68 Jahre alt) aus dem Herzogpark – nicht befreien konnten. Die Feuerwehr musste erst den Mercedes mit der Seilwinde zurückziehen. Beide kamen in eine Klinik, wo mittelschwere Verletzungen festgestellt wurden. Schaden: mehrere Zehntausend Euro.

Crash in Bogenhausen: Mercedes gegen Porsche

Schon wieder diese Seufzer-Brücke

Nicht auszudenken, wenn Menschen im Oberdeck gesessen hätten: Zum wiederholten Male ist am Freitag um 17.45 Uhr ein Reisebus in der nur 3,40 Meter hohen Bahnunterführung in der Moosacher Straße kurz hinter dem Stadtteilzentrum stecken geblieben. Wegen der vielen Unfälle bekam die Zug- und S-Bahn-Überführung den Spitznamen Seufzer-Brücke. Diesmal traf es einen nagelneuen, vier Meter hohen Neoplan-Bus ohne Fahrgäste, den der Fahrer (41) nach Polen überführen sollte. Wieso er die Warnschilder ignorierte, ist unklar. Der Schwung war so groß, dass das Oberdeck wie ein Fächer zusammengeschoben wurde. Die Feuerwehr ließ die Luft aus den Reifen und fuhr den Bus heraus.

Trotz aller (Navi-) Warnungen bleiben dort öfter Autotransporter, Lkw und Busse stecken. Der schwerste Unfall geschah im Juni 2013 mit 40 verletzten Schülern aus Dänemark. Im August 2014 richtete ein Lkw so schwere Beschädigungen an, dass die Unterführung wochenlang gesperrt war.

Bus kracht in Bahnunterführung und bleibt stecken

BMW-Raser fährt Fußgänger tot

Das völlig sinnlose Überholmanöver eines BMW-Rasers (29) kostete am Freitag einen Familienvater (47) aus Trudering das Leben. 350 Meter von seinem Wohnhaus in der Friedenspromenade entfernt, stieg der Busfahrer an der Haltestelle Vogesenstraße aus dem Linienbus 193, wollte die Straße überqueren. Genau in diesem Moment schoss von hinten ein schwarzer BMW 330d mit Tempo 70 heran, der schon zwei wartende Autos hinter dem Bus überholt hatte. Der Fußgänger wurde frontal erfasst und über das Auto geschleudert. Dabei wurde der Bosnier tödlich verletzt. Der BMW-Fahrer wird nun wegen fahrlässiger Tötung angezeigt. Er hätte maximal mit Schrittgeschwindigkeit an dem mit Warnblinkanlage stehenden Bus vorbeifahren dürfen.

Frau stirbt auf der A 92

War es ein Moment der Unaufmerksamkeit? Oder ein Defekt am Auto? Als eine junge Frau (22) und ihr Begleiter (22) am Freitagabend auf der A92 unterwegs waren, geriet ihr VW Polo plötzlich ins Schleudern. Wenig später ist die 22-Jährige aus dem Raum Dachau tot …

Was war passiert? Um 22.50 Uhr waren die beiden zwischen den Anschlussstellen Unterschleißheim und Oberschleißheim unterwegs. Unklar ist, wer am Steuer saß und warum der Wagen nach rechts über die Standspur in den Grünstreifen kam. Beim Gegensteuern geriet der Polo ins Schleudern, prallte gegen die Mittelschutzplanke. Fatal: Er blieb unbeleuchtet gegen die Fahrtrichtung auf der linken Spur stehen. Dann ging alles blitzschnell. Laut Polizeiangaben erkannte ein herannahender BMW-Fahrer in letzter Sekunde das Fahrzeug und konnte ausweichen. Ein direkt hinter ihm fahrender Münchner (27) bemerkte die Gefahr hingegen zu spät: Er wich mit seinem Opel nach links in die Mittelleitplanke aus und erfasste frontal das Pärchen, das dort wohl wartete, um die Straße überqueren zu können. Die junge Frau hatte keine Überlebenschance, ihr Begleiter wurde schwer verletzt. Er kam mit multiplen Brüchen in ein Krankenhaus, wo er im Koma liegt.

Beim Aussteigen auf A92: Frau wird totgefahren

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