Rihanna-Songs werden teuer

Kind bietet Lieder zum Download an: 3500 Euro Strafe - für die Eltern

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Der Sohn hatte einige Lieder der Popsängerin Rihanna zum Download angeboten.

München - Ein Elternpaar muss nach einem Urteil des Münchner Oberlandesgerichts 3544,40 Euro Schadensersatz an die Produktionsfirma Universal Music zahlen.

Grund: Eines ihrer drei volljährigen Kinder hat auf einer illegalen Online-Tauschbörse das Album Loud der Popsängerin Rihanna angeboten.

Die Eltern hatten sich geweigert zu sagen, welches Kind die Musik hochgeladen hatte. Auch die Kinder schwiegen. Hätten die Eltern konkret benannt, welches Kind die Dateien ins Internet gestellt hatte, hätte die Produktionsfirma beweisen müssen, dass der Upload illegal war. Wie können sich Eltern vor einem solchen Szenario schützen? Die tz klärt die wichtigsten Fragen:

In welchen Fällen hafte ich?

Der Anschlussinhaber muss dafür sorgen, dass sein Internetzugang nicht für illegale Aktivitäten genutzt wird. Auch muss er andere Nutzer darauf hinweisen, dass keine Straftaten begangen werden dürfen. Eltern minderjähriger Kinder müssen haften, wenn sie ihre Kinder nicht aufgeklärt haben. Das lässt sich vor Gericht schwer beweisen.

Was kostet ein illegaler Up-/Download?

Der Schaden bei einem Musikstück reicht von 20 bis 300 Euro. Die Gerichte treffen Einzelfallentscheidungen.

Wie muss ich meinen Internetanschluss schützen?

Zum Sichern des Netzes reicht es aus, seinen WLAN-Zugang mit einem Passwort zu schützen. Wer seinen Anschluss mit anderen nutzt, muss Kinder und Erwachsene darüber informieren, dass illegale Downloads untersagt sind. Eine schriftliche Vereinbarung ist ratsam. Infos: www.anwaltsauskunft.de

joh

Johannes Heininger

Johannes Heininger

E-Mail:Johannes.Heininger@tz.de

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