Nick Tschiller in "Off Duty"

Kino-Tatort feiert Premiere: Schweiger gibt den Bond

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Action pur: Til Schweiger alias Nick Tschiller über den Dächern Istanbuls.

München - Wenn Til Schweiger lädt, kommen die Stars – so viel ist klar. Am Mittwoch feierte der deutsche Schauspieler die Premiere seines neuen Kino-"Tatorts". Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zum Film

In Off Duty ermittelt Schweiger wie gewohnt als Nick Tschiller – ansonsten ist aber alles anders. Davon überzeugte sich bei der Erstaufführung des Films in Berlin (seit Donnerstag ist er für alle zu sehen) die geballte deutsche Prominenz: Regisseur und Drehbuchautor Wolfgang Petersen (u.a. Tatort, Das Boot), Sänger HP Baxxter, Designer Wolfgang Joop und viele mehr fanden sich auf dem roten Teppich ein, um Schweiger zu feiern. Der 52-Jährige zeigte sich mit Freundin Marlene Shirley und Tochter Luna (19), die im Film Tschillers Tochter spielt. Auch Ex-Frau Dana Schweiger war mit von der Partie.

Der Tatort- und Kinostar selbst gab sich gewohnt selbstbewusst. Trotz einiger Kritiker ist Schweiger sicher, dass auch sein neuestes Werk ein Erfolg wird. Er gefällt sich in der Rolle des Actionhelden, kann sich vorstellen, es mit den ganz Großen dieser Zunft aufzunehmen. Sogar die Rolle des James Bond sei für ihn machbar. „Ich würde es mir zutrauen, aber es würde mich nie jemand fragen, weil ich Deutscher bin“, erklärte der Schauspieler bei der Premiere.

Nun soll aber erst einmal sein Kino-Tatort ordentlich Geld in die Kassen spielen. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zum Film.

Worum geht’s?

Die Geschichte schließt direkt an den letzten TV-Tatort an. Nach dem Tod ihrer Mutter macht sich Tschillers Tochter Leonora allein auf den Weg nach Istanbul, um sich zu rächen. Doch die 17-Jährige wird entführt und so jagt Vater Nick – derzeit vom Dienst suspendiert (daher der Titel: Off Duty – außer Dienst) durch die türkische Metropole und später weiter nach Moskau, um seine Tochter zu retten. Der Auftakt zu einem 135-minütigen Actionspektakel, das Regisseur Christian Alvart schon im Vorfeld angekündigt hatte. Es wird geprügelt, geschossen, getötet und zwischendurch auch gelacht. Tschillers Kollege Yalcin Gümer (Fahri Yardim) ist wieder für den Humor zuständig.

Funktioniert der Film als eigenständige Geschichte?

Ja! Der Zuschauer muss die vorherigen TV-Folgen nicht unbedingt gesehen haben, um den Kinofilm zu verstehen. Der Handlungsstrang baut zwar auf den vergangenen Geschehnissen auf, ist aber auch einzeln betrachtet durchschaubar. Spannung und Action sind garantiert.

Was ist anders als im TV?

Til Schweiger ist in der gesamten Tatort-Historie erst der zweite Kommissar, der es auf die Kinoleinwand geschafft hat. Allein Götz George, der als Horst ­Schimanski mit Zahn um Zahn (1985) und Zabou (1987) zwei Kino-Einsätze hatte, kam Schweiger zuvor. Was den Zuschauern auffallen wird: Wenn Tschiller die Leinwand stürmt, fehlen Tatort-Titel und -Vorspann. „Wir hatten überlegt, das Logo zu verwenden, aber die ARD hat ganz klare Richtlinien, was Grafik und Farbgebung anbelangt, das passte einfach nicht“, erklärte Schweiger. Auch der gewohnte Schauplatz Hamburg wird verlassen. Für Schweigers Kino-Auftritt sollte „größer“ gedacht werden.

Wie teuer war das Ganze?

Off Duty kommt auf knapp neun Millionen. Zum Vergleich: das jüngste James-Bond-Abenteuer Spectre soll 300 Millionen Euro gekostet haben. lm

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