2015 gab es wochenlanges Chaos – und diesmal?

Heute Kita-Streik: tz beantwortet die wichtigsten Fragen

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Mehr als heiße Luft: Erzieherinnen wollen heute von 8 bis 9 Uhr vor dem Rathaus demonstrieren. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn.

München - Die Mitarbeiter der Münchner Kindertagesstätten treten am Dienstag in den Streik. 2015 dauerte der Ausstand wochenlang - und diesmal? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen:

Der vergangene Frühling ist vielen Münchner Eltern noch in schlechter Erinnerung: Wochenlang wurde in den Kitas gestreikt, wochenlang mussten Mama und Papa Notfallpläne für die Betreuung ihres Nachwuchses schmieden. Viele Eltern gingen auf dem Zahnfleisch … Jetzt die nächste schlechte Nachricht: Wieder Streik! Zumindest vormittags. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen:

Warum wird gestreikt? Die Gewerkschaften Verdi sowie Erziehung und Wissenschaft (GEW) rufen zu einem halbtägigen Warnstreik auf. Unter anderem fordern die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Lohn für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes.

Wann wird gestreikt? Von 7 Uhr bis 10 Uhr. Eine Sprecherin des Bildungsreferates erklärt: „Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Einrichtungen ab 11.30 Uhr spätestens wieder geöffnet sind.“

Welche Kitas sind betroffen? Welche städtischen Krippen, Horte, Kindergärten oder Tagesheime betroffen sind, ist nicht bekannt. Das Bildungsreferat rät Eltern, sich „direkt bei ihren Einrichtungen“ zu informieren. Für weitere Fragen verweist man auf www.muenchen.de/kita. „Ich gehe nicht davon aus, dass Einrichtungen komplett geschlossen werden“, sagt der Münchner Verdi-Chef Heinrich Birner.

Wird jetzt wieder wochenlang gestreikt? Eher nicht. Dieses Mal geht es nicht um die Aufwertung von Erziehungs- und Sozialberufen und deren Eingruppierung in den Tarifverträgen, sondern um eine gewöhnliche Tarifrunde für alle Beschäftigten von Bund und Kommunen. „Wir beginnen mit abgespeckten Aktionen, um den Ernst der Lage aufzuzeigen“, sagt Verdi-Chef Birner. Falls es auch in den nächsten Runden keine Einigung gebe – die nächste ist am 11. und 12. April – sei aber „alles möglich“, so Birner. Auch wochenlange Streiks …

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