Rund 200 Einrichtungen sind betroffen

Kita-Streik in München: Das müssen Eltern wissen

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Ab Montag wird in den städtischen Kitas in München gestreikt.

München - Ab Montag wird in den städtischen Kitas in München gestreikt. Etwa die Hälfte der 415 Einrichtungen ist betroffen. Das müssen die Eltern jetzt wissen.

Ab Montag wird in München gestreikt. Nicht mehr bei der Bahn, dafür aber in den Kitas. Die zuständigen Gewerkschaften haben die Beschäftigten im Erziehungsdienst der städtischen Kindertageseinrichtungen dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaften wollen durchsetzen, dass die Erzieher und Erzieherinnen in höhere Tarifstufen eingruppiert werden und damit mehr verdienen.

Von den 415 städtischen Kitas wird etwa die Hälfte vom Streik betroffen sein, schätzt Christina Warta vom Referat für Bildung. Die Stadt München hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

Welche Einrichtungen haben geschlossen?

Ob sie vom Streik betroffen sind, erfahren Eltern von ihrer jeweiligen Kita-Leitung. Manche Einrichtungen können beispielsweise einen Teilbetrieb aufrecht erhalten oder bei einer Schließung eine Notbetreuung in anderen Einrichtungen anbieten. Die Entscheidung, am Streik teilzunehmen, kann dabei aber sehr kurzfristig fallen. Eltern, die am Tag des Streiks mit ihren Kindern vor einer bestreikten Einrichtung stehen, können nicht aufgenommen werden.

Wer bekommt einen Härtefallplatz?

Härtefallplätze können nur für Kinder im Kindergartenalter angeboten werden - und auch nur dann, wenn die Eltern gegenüber der Einrichtungsleitung glaubhaft machen können, dass trotz Bemühungen eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit nicht gefunden wurde. Dann kann die Kita-Leitung eine begrenzte Anzahl von Härtefallplätzen an einer anderen Einrichtung vermitteln. Insgesamt sollen in München rund 1000 Notfallplätze angeboten werden.

Können Eltern Betreuungs- und Essensgeld zurückverlangen?

Wenn das Kind wegen des Streiks an mindestens fünf aufeinander folgenden Besuchstagen keine städtische Kita besuchen konnte, können die Eltern eine Minderung der Besuchsgebühr sowie des Verpflegungsgeldes um jeweils ein Viertel geltend machen. Wichtig dabei: Wochenenden und Feiertage gelten nicht als Besuchstag, führen aber auch nicht zu einer Unterbrechung von "aufeinander folgenden" Besuchstagen.

Weitere Informationen für betroffene Eltern gibt es auf der Info-Seite der Stadt München.

dg

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