Exklusive tz-Informationen

Klage eingereicht! Kippt der Hugendubel-Umbau?

Zukunftsmusik: So soll das Hugendubel-Gebäude am Marienplatz nach der Sanierung aussehen.
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Zukunftsmusik: So soll das Hugendubel-Gebäude am Marienplatz nach der Sanierung aussehen.

München - Wird der Umbau des Hugendubel-Gebäudes am Marienplatz doch noch gekippt? Laut exklusiven tz-Informationen gibt es eine Klage gegen die geplanten Bauarbeiten im Zentrum.

Die Sperrung des Marienplatzes bleibt ein heißes Eisen! Nun steht der Stadt sogar juristischer Ärger ins Haus. Wie die tz exklusiv erfahren hat, gibt es eine Privatklage auf Erlass einer einstweiligen Verfügung - gegen die Sperrung ab Februar für den Umbau des Hugendubel.

Für die Baustelle muss ein großer Kran auf dem Rindermarkt aufgestellt werden. Zusammen mit dem Bauzaun ist dann kein Platz mehr für die Durchfahrt für Busse, Taxis, Radfahrer und Rikschas. Das sagt die Stadt. Der (oder die) Kläger aber glaubt, die Sperrung sei nur ein Vorwand, um Taxis und Busse aus der Innenstadt zu vertreiben.

Wie berichtet, soll für die Sanierung des Gebäudes Hausnummer 22 der Marienplatz für Radler, Autos und Busse gesperrt werden. Auch Taxis und Zulieferer sind betroffen. Die Sperre soll bis Mai 2017 dauern.

Verkehr soll aus Innenstadt verbannt werden

Und sie gilt ein bisschen als Feldversuch. Denn der Stadtrat hat sich bereits grundsätzlich darauf verständigt, den Verkehr dauerhaft aus der Innenstadt zu verbannen.

Das ist umstritten. Die Opposition im Stadtrat, Umweltverbände sowie Einzelhändler befürchten Chaos auf der Kustermann-Fahrbahn - auch wegen der neuen Radlroute. Und die MVG kritisiert den Wegfall der Bushaltestelle.

Auch Klage wegen Taxis am Viktualienmarkt

Die Klage gegen die Sperrung ist am 31. Dezember eingegangen - das bestätigt das Verwaltungsgericht. Wer der Kläger ist, teilt das Gericht nicht mit. Die Stadt und der Bauherr, die Bayerische Hausbau, wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

Das Kreisverwaltungsreferat soll Stellung beziehen. Es handelt sich um einen Eilantrag - eine Entscheidung kann rechtzeitig vor Februar fallen. Es ist nicht die erste Klage in dieser Richtung: Die Stadt hatte unlängst die Taxi-Fahrtrichtung am Viktualienmarkt geändert. Auch dagegen klagt ein Bürger. Eine Entscheidung steht aus.

Sascha Karowski

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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