Motto steht fest

Münchner CSD: Motto steht fest

+
Ein Foto von einem CSD in Frankfurt

München - Regenbogenbunt und knallig soll München am 33. Christopher Street Day am 14. und 15. Juli werden. An diesen zwei Tagen wird München wieder zur Feiermeile für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen.

Geht es nach den queeren Münchnern, soll die Welt knallig sein, regenbogenbunt, wie das Logo des 33. Christopher Street Day

B2RUN-Verlosung:

Hier gibt's 200 Startplätze zu gewinnen

(CSD) in München 2012. Am 14. und 15. Juli ist es wieder soweit, München wird zur Feiermeile für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen. Traditionell ist die Veranstaltung eine Mischung aus Party und Politik: „Es gibt viel zu feiern und viel zu fordern“, sagt Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste. Der CSD 2012 steht deshalb im Zeichen internationaler Solidarität: „Fight for Global Rights – Solidarität kennt keine Grenzen“ lautet das Motto. 

CSD bald in München: So nackt und ausgelassen ist die Sause

CSD in München: So nackt und ausgelassen wird die Sause

Ein Thema, das die politische Entwicklung nahezu unumgänglich gemacht hat: In Bayern wurde zuletzt der Asylantrag einer aus Iran stammenden Lesbe abgelehnt, weil sie in ihrer Heimat leben könnte, wenn sie ihre sexuelle Identität für sich behalte. In Kiew musste ein bereits genehmigter CSD abgesagt werden, weil zu große Gefahr für die Teilnehmer bestanden hätte – nur zwei von vielen Beispielen.

An diesen Lebensrealitäten im Ausland orientiert sich das Programm: Eine Podiumsdiskussion mit Aktivisten aus Kiew, Zagreb und Budapest ist am 12. Juli, 19.30 Uhr im Sub geplant, im Café Regenbogen ist ab Freitag, 6. Juli, eine Ausstellung über das Leben von Transmännern zu sehen. Ziel sei, „Bewusstsein und ein Handeln-Wollen anzuregen“, wie Rita Braaz, Sprecherin von der Lesbenberatung Letra erklärt: „Es reicht nicht, vor Ort für die eigenen Rechte zu kämpfen.“

Das Feierprogramm leitet heuer Chris Kolonko, der schon in den vergangenen Jahren den CSD mitorganisiert hat. Geplant ist eine ganze Pride Week: Traditionelle Eröffnungsveranstaltung ist das Letra-Straßenfest am Samstag, 7. Juli. Zur Parade am 14. Juli werden 55 Gruppen und 23 Fahrzeuge erwartet, wie stets findet zwei Tage lang ein Straßenfest auf dem Marienplatz statt. Ein Clubabend im Rathaus und eine Open-Air-Disco auf dem Rindermarkt sind geplant, zudem gibt es Konzerte, einen Filmabend und eine Stadtführung.

Oberbürgermeister Christian Ude unterstützt den CSD auch dieses Jahr. Seit 1994 ist er Schirmherr, das scheint längst eine Selbstverständlichkeit – im Gegensatz zu früher, wie Ude schmunzelnd bemerkt: „Inzwischen kann man kaum glauben, wer alles sein Herz für die schwul-lesbische Szene entdeckt hat“, formuliert er einen Seitenhieb auf Politiker, die „richtig heftig“ auf den ersten CSD reagiert hatten. Nicht nur die politische Meinung hat sich in den letzten 20 Jahren verändert – auch das Programm: Mittlerweile gibt es sogar eine Regenbogen-Kinderbetreuung.

Alle weiteren Infos unter www.csdmuenchen.de.

lha

  • 0 Kommentare
  • 0 Google+
    schließen

Kommentare

angliaAntwort
(1)(0)

Der überflüssige Umzug kostet die bestimmt keinen Groschen bei dem Schirmherren. Im Gegenteil - sie bekommen vom Rathaus garantiert noch einen fetten Zuschuß.

jetset
(4)(0)

Ich bin auch einer von dieser Gattung, aber ich würde nie im Leben an sowas teilnehmen. Ich finde den CSD peinlich! Was da teilweise zu sehen ist ist total niveaulos. Manche Teilnehmer sind einfach grauenvoll! Mit sowas möchte ich nicht auf einer Stufe stehen.

Hetero Sapiens
(2)(0)

Macht das doch bitte in Neuschwanstein, da hat es ja auch einen historisch begründeten Hintergrund! Und die Japaner geben noch Trinkgeld;-)))

Alle Kommentare anzeigen