Bus durch den Englischen Garten

Kommentar: Das Geld sollte sich der Freistaat sparen

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Wolfgang Hauskrecht

München - Der Freistaat möchte die Busspur durch den Englischen Garten verschmälern. Dazu ein Kommentar von Wolfgang Hauskrecht.

Nun wird der Englische Garten also noch grüner – weil man der Straße durch den Park, die am Chinesischen Turm vorbeiführt, ein paar Meter seitlich abknapst. Über den Sinn der Maßnahme kann man trefflich diskutieren. Warum die Straße zu breit sein soll, erschließt sich nämlich nicht wirklich. Und warum der Englische Garten dann noch toller sein soll, schon gar nicht. 

Die Wahrheit ist: Im Sommer nutzen Busse, Radfahrer, Spaziergänger und auch Pferdekutschen die Straße ausgiebig. Wenn Biergartenwetter ist, ist es richtig voll. Schon heute kommt es dabei teilweise zu kniffligen Begegnungen. Zwischen Radlern und Fußgängern, aber vor allem dann, wenn der Bus heranrauscht. Und das ist nicht selten. Drei Linien queren den Park. Warum man nun Ausweichmöglichkeiten gerade für Radfahrer wegspart, bleibt Söders Geheimnis. Grüner wird der Park dadurch nicht, dafür sorgt eher der geplante Parktunnel, bei dessen Finanzierung sich der Freistaat bekanntlich reichlich Zeit ließ. Oder will Söder mit einer schmaleren Straße nur den charmanten MVG-Plan einer Elektrotram endgültig aushebeln? Diese Steuergelder sollte sich der Freistaat jedenfalls sparen.

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