Kommunalausschuss berät Ende November

Kulturbürgerhaus für 11,3 Millionen: Entscheidung vertagt

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Der Prinz-Eugen-Park: So soll es hier mal aussehen, derzeit ist das Areal Großbaustelle. Links verläuft die Cosimastraße. Das weiße Gebäude in der Mitte wird die Schule, links daneben (kleiner Holzklotz) soll das Kulturbürgerhaus entstehen. 

München - In Bogenhausen soll im künftigen Prinz-Eugen-Park ein zentraler Treffpunkt entstehen. Ende November kommt das Thema erneut auf den Tisch.

Eigentlich wollte der Kommunalausschuss bereits über das Kulturbürgerhaus für Bogenhausen entscheiden. Aber das Thema ist vorerst vertagt auf den 24. November. „13er Bürger- und Kulturtreff“ soll das Ensemble auf dem Areal der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne heißen. Geplant ist kein eigenes Haus, der Treff soll vielmehr integriert werden in ein Gebäude mit Alten- und Servicezentrum, Familienzentrum und Nachbarschaftstreff am neuen Maria-Nindl-Platz. Die Kosten sind mit 11,3 Millionen Euro veranschlagt.

Seit Jahren schon wartet man auf das Kulturbürgerhaus

Seit Jahren wartet man im drittgrößten Stadtbezirk Münchens auf das Kulturbürgerhaus. Einen Trägerverein gibt es schon. Den haben Stadtteilpolitiker aus dem Bezirksausschuss Bogenhausen im Vorgriff bereits gegründet. Im 13. Stadtbezirk ist man kulturell sehr aktiv, bislang fehlt es jedoch an einem festen Veranstaltungsort, vor einem Saal für Kulturveranstaltungen.

Das vorgesehene Baugrundstück befindet sich am zentralen Quartiersplatz unweit der Cosimastraße. Geplant ist ein kompaktes, dreigeschossiges Gebäude mit insgesamt 760 Quadratmetern Fläche und zwei Zugängen. Die Kulturräume sollen im ersten Stock einziehen, im Erdgeschoss kommen mit Familien- und Nachbarschaftstreff Einrichtungen unter, die tagsüber mehr Publikumsverkehr haben. Die geplanten 180 Quadratmeter für bürgerschaftliche und kulturelle Nutzung setzen sich aus zwei Gruppenräumen, Büro, Lager und Garderobe zusammen.

Gruppenräume können zusammengeschlossen werden

Die Gruppenräume können zusammen mit dem Begegnungsraum des ASZ abends und am Wochenende zu einem großen Veranstaltungssaal für maximal 300 Personen (mit Bestuhlung und Bühne 200 Personen) zusammengeschlossen werden. Weil nach Betriebsende im ASZ nur wenig Zeit für die Veranstaltungsumrüstung bleiben wird, ist eine professionelle Bühnen und Medientechnik, unter anderem mit einer hydraulisch versenkbaren Bühne, geplant. Der durchgängige Eingangsbereich verbindet nicht nur die Bereiche im Haus, er dient auch als Foyer für den Veranstaltungssaal und weitere Kulturaktionen. Zudem kann der Küchenbereich des ASZ teilweise für Catering genutzt werden. Das ASZ besetzt mit 340 Quadratmetern den größten Anteil im Neubau.

Veranstaltungssaal und Gruppenräume sollen gegen Entgelt auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Die Gruppenräume sind für Besprechungen, Proben, Treffen und Kurse geeignet. Der Veranstaltungssaal soll von allen Einrichtungen genutzt werden. Hier sind Theater, Konzert, Kabarett und Tanz ebenso möglich wie Kino, Tanz oder Vorträge. Auch der Bezirksausschuss soll mit seinen monatlichen Sitzungen hier unterkommen.

Ein kultureller Mittelpunkt soll im 13. Stadtbezirk entstehen

Für den 13er-Treff gibt es zudem eine Kooperation mit der benachbarten Grundschule an der Ruth-Drexel-Straße, um die dortige Aula und Versammlungsstätte in die Kulturprogramm-Planung einzubeziehen. Insgesamt sieht die Stadt so gute Chancen, hier einen kulturellen Mittelpunkt für den Stadtbezirk entwickeln zu können.

Der Bezirksausschuss vermisste in der Stadtratsvorlage Aussagen zur Innenausstattung. Man erwarte zwar „keine Zirbelstube“, hätte aber gern „eine gewisse Wertigkeit“, also nicht nur Sichtbeton, hieß es von den Stadtteilpolitikern. Es sei noch zu früh für konkrete Aussagen zur Ausgestaltung, heißt es vom Kommunalreferat. Das Gebäude soll 2019 fertig werden.

Carmen Ick-Dietl

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