Schläger prügeln aus dem Nichts los

Friedenheimer Brücke: Brutalo-Angriff auf zwei Burschen

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Links der Tatort: die Bushaltestelle auf der Friedenheimer Brücke. Rechts das Prügelopfer: Mike H. (17) wenige Minuten nach dem Angriff in der Klinik. Er hat einen doppelten Nasenbeinbruch und Kopfverletzung erlitten.

München - Es gab keinen Streit. Keinen Disput. Keine finsteren Blicke. Absolut nichts. Der Schlag traf Mike (17) ohne jede Vorankündigung mitten ins Gesicht. Er stürzte nahezu ungebremst rückwärts mit dem Hinterkopf voran auf den Asphalt. Dann wurde er bewusstlos. Sein einziger Fehler: Er war zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen – mit fatalen Folgen.

Mikes Onkel Andreas B. (18) schützte ihn vor weiteren Attacken der Schläger.

Auf der Friedenheimer Brücke kam es in der Nacht zu Samstag zu einem unerklärlichen, äußerst brutalen Angriff zweier Männer gegen zwei Azubis. Der angehende Mechatroniker Mike H. (17) und sein Onkel, der 18-jährige Maler-Azubi Andreas B. (18) waren am Freitag nahe der Friedenheimer Brücke in einem Club. Weil Mike noch minderjährig ist, machten sich die beiden am Samstag kurz nach Mitternacht auf den Heimweg. Um 0.20 Uhr standen die beiden an der Bushaltestelle Hirschgarten Bahnhof und warteten auf die Linie 62 zum Steubenplatz. Von der Landsberger Straße näherten sich zwei junge Männer. Als die beiden auf Höhe der Azubis vorbeigingen holte einer der beiden plötzlich voll aus. Der Schlag traf den völlig verdutzten Mike auf die Nase, die gleich doppelt brach. Blutüberströmt stürzte er rücklings zu Boden. Onkel Andreas warf sich dazwischen und schützte den hilflosen Mike vor weiteren Angriffen. Dabei kassierte er selbst einen üblen Schwinger und verlor seine Brille. Zum großen Glück für die beiden Azubis wurden neun zufällig anwesende Zollbeamte Augenzeugen des höchst brutalen Angriffs. Die Männer eilten zu Hilfe. Da ergriffen die beiden Schläger feige die Flucht. Zwei Zollbeamte rannten ihnen nach und lieferten ihren Kollegen eine sehr gute Personenbeschreibung. Am Fuße der Brücke wurden die beiden alkoholisierten Deutschen (24 und 27 Jahre) festgenommen. Der 24-Jährige hat keinen festen Wohnsitz und sitzt in U-Haft. Gegen beide wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Als Mikes Vater Harald H. (41) zum Tatort kam, lag sein Sohn schon im Krankenwagen und war ansprechbar. Er bot einen erbärmlichen Anblick: „Seine Kleidung war blutbefleckt, sein Hals steckte in einer Stütz-Krause. Er war wachsbleich, zitterte am ganzen Leibe und sagte immer wieder: Papa, geh nicht weg. Auch Andreas war total geschockt.“ Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte den doppelten Nasenbeinbruch sowie ein schweres Schädelhirntrauma. Der Bub musste zur Überwachung bis Sonntag in der Klinik bleiben. Für die nächsten zwei Wochen verordneten die Ärzte absolute Ruhe: „Es besteht die Gefahr einer Hirnblutung.“ Neben den äußeren Verletzungen hat auch Mikes Psyche gelitten: „Er wirkt sehr ängstlich.“ Und auch seinen Brüdern (7 und 15 Jahre) müssen die Eltern nun erklären, dass man sich vor manchen Menschen in Acht nehmen muss.

dop

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Kommentare

Hmmmmmm
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Laut den mir vorliegenden Informationen waren die Täter beide dunkelhäutig und einer der Schläger gebürtiger Togolese. Wie es sich mit der deutschen Staatsbürgerschaft verhält, kann ich nicht beurteilen, aber unter der Regierung Merkel ist alles möglich.

Aber die Aussage "deutsche Schläger" ist für mich daher ein bisschen irreführend....

Evtl. nochmals neu recherchieren?!

Hmmmmmm
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Die deutsche Schläger? Der eine kam wohl aus Togo etc. was ist daran deutsch?

KoaZeitAntwort
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Herzlichen Dank, geht doch.