"Opfer" bewies viel Fantasie

Brutaler Raubüberfall in Laim - alles war erfunden!

München - Brutal überfallen wurde ein Lkw-Fahrer Ende April in Laim - behauptete er. Nun stellte sich raus: Alles war frei erfunden. Warum das vermeintliche Opfer gelogen hat.

Ein schwerer Straßenraub am Fröbelplatz in Laim - auch unser Portal berichtete darüber - war frei erfunden, wie sich jetzt herausstellte. Das vermeintliche Opfer hatte sich den Überfall nur ausgedacht, wie die Polizei ermittelte.

Und das hatte der 26-jährige Lkw-Fahrer behauptet: Er sei am 28. April gegen 20.10 Uhr vor dem Führerhaus seines Lkw gestanden, als er von zwei unbekannten Männern angesprochen und um Zigaretten gebeten worden sei. Als er seine Zigarettenschachtel aus dem Führerhaus geholt hatte und sich wieder den beiden Männern zuwandte, hätten sie ihm eine brennende Flüssigkeit ins Gesicht gesprüht und ihm gleichzeitig seine Geldbörse aus der Gesäßtasche gezogen. Dann seien die beiden Unbekannten geflüchtet. Sogar eine genaue Täterbeschreibung hatte das vermeintliche Opfer abgegeben.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen durch das zuständige Fachkommissariat verstrickte sich der 26-Jährige jedoch immer weiter in Widersprüche. Mit diesen wurde der 26-Jährige am Mittwoch konfrontiert und räumte dabei ein, dass der angezeigte Raub nicht stattgefunden hatte. Als Motiv für sein Handeln nannte er vor allem finanzielle Probleme. Der 26-jährige Kraftfahrer muss sich nun wegen des Vortäuschens eines schweren Raubes verantworten.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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