Standorte, Anmeldung und Ansprechpartner

Lichterkette München-Berlin: Alle Infos zum Mammutprojekt

Lichterkette München Berlin
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Sogar ein offizielles Logo wurde bereits für das Event designt - jetzt müssen nur noch genügen Leute mitmachen.

München - Sie soll ein Zeichen sein für Frieden und gegen Hass und Gewalt: Derzeit organisiert halb Deutschland eine Lichterkette von München bis Berlin. Alle Infos gibt es hier.

Am 19. Dezember, fünf Tage vor Weihnachten, soll Deutschland ein Licht aufgehen: Eine Lichterkette von München nach Berlin soll ein gigantisches Zeichen setzen, gegen Terror und Hass, für Frieden und Toleranz.

Ein Signal für Frieden und Toleranz aber auch ganz explizit gegen Terror und Hass: "Vor einer Woche sind noch Menschen mit einem Galgen durch Dresden gelaufen, das ist nicht mein Deutschland", meint Horst Fallenbeck, Organisator der Lichterkette München-Berlin im Gespräch mit unserer Online-Redaktion. So haben die Planungen vor einigen Wochen begonnen. Heute ist Fallenbeck begeistert von den Reaktionen: "Es läuft überwältigend", erzählt er begeistert. "Auch die Zusammenarbeit mit Behörden läuft vorbildlich. Das macht Richtig Spaß. Momentan kriege ich im Minutentakt Anfragen, das kann ich gar nicht mehr bewältigen." Zum Glück muss er die Organisation der Lichterkette nicht bewältigen, denn in den großen Städten hätten sich schon sogenannte Orga-Teams gegründet: "Die übernehmen die Feinarbeit vor Ort, das kann ich von hier aus nicht steuern", meint Fallenbeck.

Bisher haben zwar nur rund 1.300 Personen bei der offiziellen Facebook-Veranstaltung mit dem Namen "Lichterkette von München-Marienplatz nach Berlin-Brandenburger Tor" zugesagt. Eingeladen sind allerdings weit über 40.000 Personen. Da ist noch viel Platz nach oben.

Die Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren, viel Zeit bleibt auch nicht um dieses Mammutprojekt, das einmal quer durch Deutschland laufen soll, zu stemmen. Es sind also viele Menschen gefragt, die helfen, organisieren oder teilnehmen können. Hier können Sie sich über das Projekt in Kürze informieren und schnell aktiv werden.

Zwischenstationen: Wo genau verläuft die Strecke?

Rund 580 Kilometer müssen die Organisatoren der Lichterkette mit Menschen füllen. Zur besseren Einteilung und vor allem Verteilung ist die Strecke in Teilabschnitten eingeteilt.

Diese vorläufige Übersichtskarte zeigt die Abschnitte mit konkreten Standorten und Adressen. Nach Aussage des Koordinators Fallenbeck soll die Route im Großen und Ganzen so bleiben, wie sie auf der Karte zu sehen ist. " Wenn dann ändert sie sich nur noch um Nuancen", meint Fallenbeck, "wenn irgendwo eine Baustelle ist oder Ähnliches."

Auch auf der offiziellen Homepage gibt es eine Karte. Hier sind die zwölf Abschnitte sogar noch besser zu erkennen.

Teilnahme: So geht die Anmeldung zur Lichterkette

Auf der offiziellen Homepage können sich Interessierte registrieren lassen. So ist es für die Organisatoren der jeweiligen Streckenabschnitte der Lichterkette leichter abzuschätzen, wo wie viele Menschen sein werden. Zwölf Abschnitte gibt es zur Auswahl, durch Klick auf den gewünschten Ort kommt man zu dem offiziellen Anmeldungsformular.

Nach der Anmeldung erhält man eine Art "Ticket", natürlich kostenlos, für die Lichterkette. Auch hier sprengt die Realität alle Erwartungen: Laut dem Organisator bricht die Seite immer wieder aufgrund des Ansturms zusammen. Für Abschnitt 1, auf dem 800.000 Menschen benötigt wurden, seien bereits alle Tickets weg. Und das obwohl die Anmeldung überhaupt erst seit Mittwoch möglich ist.

Nun gilt es Alternativen zu finden für alle, die in Abschnitt 1 kein Ticket mehr für die Lichterkette bekommen haben: "Ob wir sie mit Bussen in Abschnitt 2 bringen, das müssen wir noch schauen", meint Fallenbeck.

Lichterkette-Organisationsteams: Hier wird geplant

Die Organisationsteams der Lichterkette verteilen die Last der Planung auf viele Schultern. In den größeren Städten hat das bereits ganz gut geklappt, aber, so der Organisator Fallenbeck in den neuen Bundesländern fehlt es noch ein wenig an Aktivismus. Auch in Berlin scheint die große Welle noch nicht angekommen zu sein. Horst Fallenbeck gibt sich aber optimistisch, denn das Projekt "Lichterkette München-Berlin" verbreitet sich in Windeseile. Auch Prominente, Organisationen und politische Parteien hätten mittlerweile Unterstützung angeboten und würden die Veranstaltung bei Facebook teilen, berichtet Fallenbeck.

vf

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