Beim Baden wurden Klamotten gestohlen

Anwohner kleiden nackten Obdachlosen ein

München - Anwohner an der Wittelsbacher Brücke haben am Montag einen nackten Obdachlosen eingekleidet. Dem waren beim Baden die Klamotten gestohlen worden - es blieb ihm nichts als eine Zeitung.

Er hatte nichts am Leib, nur eine Zeitung um die Hüften. Doch hilfsbereite Anwohner gaben einem Obdachlosen, dem beim Baden in der Isar sämtliche Habseligkeiten gestohlen wurden, neue Kleidung.

Der Geschichte geht eine Alarmierung der Polizei voraus: Am Montagnachmittag, es war gegen 17 Uhr, rief ein Anwohner an der Wittelsbacher Brücke die Polizei an und meldete, dass dort ein nackter Mann unterwegs sei.

Als eine Polizeistreife nach dem vermeintlich Nackten suchte, wurden die Beamten von einem Radfahrer angesprochen, der einen Nackten im Bereich der Hans-Mielich-Straße/Ecke Konradinstraße gesehen hatte. Dieser Mann trug lediglich eine Zeitung um seine Hüfte.

Der so Beschriebene war tatsächlich vor Ort. Als Grund für seine Nacktheit gab er an, dass er obdachlos sei und in der Isar gebadet hätte. In dieser Zeit sei ihm seine Kleidung gestohlen worden. Die Polizeibeamten riefen daraufhin einen Rettungswagen, der den unterkühlten Mann erstversorgte.

Das Leid des Obdachlosen hatten auch zwei Anwohner mitbekommen. Sie statteten den armen Mann mit einer kompletten Garnitur frischer Kleidung aus. Lediglich passende Schuhe fehlten noch. Die bekam er dann im Männerwohnheim, in das ihn die Beamten brachten. Ärztliche Hilfe wollte der Mann keine.

Die Reaktion der Anwohner hat den Polizeibeamten imponiert: "Die Münchner Polizei ist von der spontanen und schnellen Hilfe der Anwohner beeindruckt und bedankt sich bei ihnen", heißt es in der Polizeimeldung.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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