Sanierungsarbeiten vor dem Oktoberfest-Aufbau

Riesige Baustelle: Darum graben wir die Wiesn um

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Hier soll bald ein Fahnenmast stehen.

München - Die Wirtsbudenstraße auf der Theresienwiese gleicht momentan einer Hügellandschaft. Vor dem Oktoberfest wird das Gelände saniert. tz erklärt, was alles gemacht wird.

Bevor wieder das Bier fließt, rollen die Bagger. Die Wirtsbudenstraße auf der Theresienwiese gleicht momentan einer Hügellandschaft. Bis die Zelte für das Oktoberfest aufgebaut werden, steht aber diesmal mehr Arbeit auf dem Programm als die Jahre zuvor. Der Grund: Schon seit November wird hier rundum saniert.

Mittendrin im Getümmel: Sepp Bayerl (36), Maurermeister. Schwitzen muss er derzeit. Trotz der kurzen Hose und nacktem Oberkörper. Seinen Meterstab hält er in der Hand: Damit misst er am Fundament für das Hackerzelt herum. Keine Frage, die Firma Bayerl aus Aichach hat viel zu tun. „Strom, Wasser, Gas, Kanal. Wir machen alles“, so Sepp. Auch den Zeltauf- und abbau, versteht sich. „Und die Bierleitungen rundrum.“

Fürs neue Hackerzelt muss alles passen: Maurer Sepp Bayerl schaut genau hin.

Der erste Bauabschnitt von der Matthias-Pschorr-Straße bis auf Höhe der Straße 2 ist seit Mitte April fertig. Seit dem 6. Mai wird bis zum Bavariaring weitergebaggert. Alle Rohre im Erdreich werden ausgetauscht. Danach bekommt die Straße einen neuen Asphaltaufstrich. Rund 20 Jahre ist sie nicht mehr saniert worden. „Aufgrund der hohen Belastung durch den Aufbau des Oktoberfests, durch Arbeiten an der Versorgung mit Strom, Wasser und Gas sowie durch Frostschäden im Belag war der Sanierungsbedarf gegeben“, heißt es aus dem Referat für Arbeit und Wirtschaft.

Läuft alles nach Plan, ist die Erneuerung am 8. Juli erledigt. Danach beginnt sofort der Zeltaufbau. An der Wirtsbudenstraße entstehen die üblichen Verdächtigen – von der Augustiner-Festhalle über den Schottenhamel bis hin zu Käfer’s Wies’n-Schänke. Auch das Hacker-Festzelt, für das Sepp Bayerl schwitzen muss, wird am alten Platz stehen. Nur: Es präsentiert sich heuer, passend zur Wirtsbudenstraße, in neuem Glanz.

Oktoberfest: Der große Zelt-Vergleich

Was genau neu sein wird, darüber schweigt sich die Brauerei noch aus. In rund zwei Wochen will sie die Öffentlichkeit informieren. „Ein bisschen was ändert sich“, verrät Zelt-Chef Thomas Roiderer. Mehr will er nicht sagen. Im September hat er noch berichtet, dass das Zelt breiter und größer werden könnte. Die Kapazität von 6960 Plätzen innen und 2400 im Garten solle jedoch gleich bleiben. Würde heißen: Mehr Platz im Himmel der Bayern.

Markus Schwarzkugler

Markus Schwarzkugler

E-Mail:redaktion@erdinger-anzeiger.de

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