„Würdige Präsentation“

Bestattungsmuseum: Das plant die Stadt mit dem Alten Südfriedhof

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Der alte Südfriedhof.

München - Der alte Südfriedhof soll ein Freilichtmuseum werden. Die Stadt München hat dazu eine Machbarkeitstudie in Auftrag gegeben. Hier erfahren Sie was geplant ist.

Der alte Südfriedhof soll kein Museum werden, das teilte das Referat für Gesundheit und Umwelt am Montag mit. Man wolle aus dem Friedhof kein großes Museum und auch keinen Tourismusmagneten machen. Hintergrund für diese Klarstellung ist der Streit um die Pläne aus dem südlichen Friedhof eine Art Freilichtmuseum zur Münchner Bestattungskultur zu machen. Erst vor kurzem hat der örtliche Bezirksausschuss Isarvorstadt eine Stellungsnahme gegen dieses Projekt verabschiedet.   

Dabei wäre der Friedhof selbst das Freilichtmuseum. Zusätzlich dazu will die Stadt München prüfen, ob dort ein Gebäude errichtet werden kann, in dem Toiletten und eine Infothek untergebracht werden sollen. Dort solle dann zudem eine Anlaufstelle mit einer kleinen Ausstellung auf zirka 300 Quadratmetern für die Friedhofsbesucher entstehen. Einen endgültigen Beschluss dazu gibt es noch nicht. Die Stadt München hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Auf dem Südfriedhof werden seit Jahren keine Bestattungen mehr durchgeführt.

Es ginge um die würdige Präsentation eines Münchner Kleinods, teilt die Stadt München mit. Der Alte Südliche Friedhof sei eine Oase der Ruhe zur Entschleunigung im Zentrum der Stadt für die Münchner sowie für die Gäste der Stadt und solle dies auch bleiben. Er steht unter Denkmalschutz und unter Naturschutz.

Hintergrund: Darum ist der Südfriedhof so besonders

Der Alte Südfriedhof wurde bereits 1563 unter der Regentschaft von Herzog Albrecht V. außerhalb der Stadtmauern an der Ausfallstraße nach Thalkirchen angelegt und war als Pestfriedhof vor den Toren der Stadt gedacht. Der Alte Südliche Friedhof war lange Zeit die zentrale Bestattungsstelle der Stadt München. 1818 wurde beschlossen, dass auf dem damals katholischen Friedhof beide Konfessionen begraben werden dürfen. Auf dem Gelände des Alten Südlichen Friedhofs befindet sich seit 1674 auch die Stephanskirche. 

Zu den dort beerdigten bedeutenden Persönlichkeiten zählen Leo von Klenze, Friedrich von Gärtner, Joseph von Fraunhofer und Karl Spitzweg.

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