Auf dem Hauptbahnhof und S-Bahnhöfen

Bundespolizei im Dauereinsatz gegen rabiate Streithähne

München - Gleich acht Einsätze gegen mehr oder minder rabiate Schläger hatte die Bundespolizei auf dem Münchner Hauptbahnhof und mehreren S-Bahnhöfen am Wochenende.

Von wegen ruhiges Wochenende: Die Beamten der Bundespolizei waren seit Freitag am laufenden Band im Einsatz. Es ging meist um Gewaltdelikte auf dem Hauptbahnhof und einigen Münchner S-Bahnhöfen.

Kurz vor 23 Uhr gerieten am Freitag zwei Männer auf dem Bahnsteig der S-Bahn in Laim aneinander. Mitarbeiter des S-Bahnprüfdienstes versuchten zu schlichten. Dabei soll ein Neuhausener (60) auf die beiden Mitarbeiter losgegangen sein. Beide wurden leicht verletzt. Nach Zeugenaussagen soll der 60-Jährige von den Kontrolleuren, am Boden liegend, ebenfalls geschlagen worden sein. Der Mann erlitt leichte Verletzungen an der Stirn, Prellungen im Gesicht und am Oberkörper. Um den genauen Tathergang zu ermitteln werden jetzt Videoaufzeichnungen ausgewertet.

Unbekannter flüchtet nach Streit

Am frühen Samstagmorgen zofften sich ein 34-Jähriger und ein bislang Unbekannter am Ausgang Bayerstraße des Münchner Hauptbahnhofes. Beide prügelten aufeinander ein, dabei erlitt der 34-Jährige leichte Verletzungen im Gesicht. Als Freunde dazwischen gingen, machte sich der Unbekannte aus dem Staub.

Zeugen greifen bei Schlägerei ein

Gegen zwei Uhr stritt sich dann ein Trio am Hauptbahnhof. Dabei soll ein 19-Jähriger auf einen 21-Jährigen und einen bislang Unbekannten eingeschlagen haben. Nach Zeugenaussagen wurde der unbekannte Dritte, der flüchtete als Passanten eingriffen, im Gesicht verletzt.

Allgäuerin ins Gesicht gefasst

Am frühen Samstagabend gerieten dann am S-Bahnhaltepunkt Marienplatz ein 37-Jähriger aus Haar und eine 19-Jährige aus Immenstadt aneinander. Als zwei Begleiter der Allgäuerin schlichten wollten, fasste der 37-Jährige der 19-Jährigen ins Gesicht, woraufhin sie den Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll. Mitarbeiter der Bahn griffen schlichtend ein, bevor der Streit weiter eskalierte.

Schwarzfahrer versucht vor Kontrolleuren zu fliehen

Nur zwei Stunden später gab es wieder Streit: Kurz nach 21 Uhr war ein 28-Jähriger aus der Au in einer S6 zwischen Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof ohne Fahrschein erwischt worden. Am Hauptbahnhof stiegen der Schwarzfahrer, sein Begleiter und die vier Kontrolleure aus und warteten auf die alarmierte Bundespolizei. Der 28-Jährige soll dann mehrmals versucht haben, den Kontrolleuren zu entkommen. Auch nach Eintreffen der Bundespolizei war der Mann weiter auf Krawall gebürstet. Er wollte sich gegenüber den Beamten nicht ausweisen und beschuldigte einen Kontrolleur, ihn gewürgt zu haben.

Security-Mitarbeiter bringt Schwabinger zu Boden

Weiter ging es für die Bundespolizei am Samstagmorgen gegen 5 Uhr: Ein Schwabinger (35) zoffte sich mit einem Kunden in einem Schnellrestaurant am Münchner Ostbahnhof. Ein Securitymitarbeiter ging dazwischen. Dabei soll der 35-Jährige versucht haben, nach dem Sicherheitsmann zu schlagen. Dieser konnte den Schlag jedoch abwehren und brachte den Schwabinger, bei dem hinterher 1,9 Promille Atemalkohol gemessen wurde, zu Boden.

Vier junge Männer müssen zum Richter

Gleich vier junge Männer kassierten die Bundespolizisten am Sonntagmorgen am Ausgang Bayerstraße des Hauptbahnhofes ein und brachten sie zur Dienststelle. Auf dem Weg dorthin leistete ein 19-Jähriger Widerstand. Die drei anderen im Alter von 18, 22 und 23 Jahren widersetzten sich dann in der Wache den Anweisungen der Polizisten. Ermittlungen ergaben, dass alle vier bereits wenige Stunden zuvor wegen des Verdachts eines Raubdeliktes überprüft worden waren. Sie wurden nun einem Richter vorgeführt. 

Prügelei am Sonntagmorgen

Am Sonntagmorgen soll ein 21-Jähriger aus Altusried einen Unbekannten geschlagen haben. Daraus entwickelte sich eine Prügelei zwischen sieben Personen. Beim Eintreffen der Bundespolizei hatte sich die Gruppen bereits aufgelöst und den Tatort bereits verlassen. Alle noch auffindbaren Personen wurden zur Dienststelle verbracht.

mb

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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