Wohnung einer Seniorin (90) brennt total aus

Flammenhölle am Isartor - "Es ist eine Katastrophe"

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Die komplett zerstörte Wohnung.

München - Am Tag nach dem verheerenden Brand in der Rumfordstraße fällt das Atmen in dem Haus immer noch schwer. Die Anwohner sind der Feuerwehr dankbar.

Der beißende Geruch des Brandes liegt in der Luft. Der Gang im dritten Stock des Wohnhauses in der Rumfordstraße ist pechschwarz. Wo früher die Türe des Ein-Zimmer-Appartments war, ist jetzt eine Folie gespannt. Dahinter ein verbranntes Schlachtfeld! Hier wütete Samstagmorgen ein schlimmes Feuer – der Sachschaden: 100.000 Euro! Die Flammen haben alles zerstört.

Anwohner Senahid Omerbasic.

Gegen 6 Uhr am Samstag morgen beginnt es aus der Wohnung einer 90-jährigen Frau zu qualmen – Feuer! „Die Dame hat dann selbst noch die Nachbarn geweckt“, so eine Bewohnerin des Hauses. Die Rentnerin hatte laut einer Nachbarin wohl in aller Herrgottsfrüh gekocht – das könnte die Ursache des Brandes sein. Zweifelsfrei konnte der Grund für das Feuer aber noch nicht festgestellt werden. Die Zerstörung in der Wohnung ist einfach viel zu groß!

Die Rentnerin erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Jetzt ist sie erstmal bei ihrer Tochter untergebracht. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Ihrer Wohnung wird für längere Zeit nicht mehr bewohnbar sein. Die Kochnische brannte komplett aus. Dabei wurde es so heiß, dass der Deckenputz platzte und herabstürzte.

„Es ist eine Katastrophe!“, sagt Anwohner Senahid Omerbasic (51). Er wohnt seit einem Jahr in dem Haus über der Brand-Wohnung´und ist immer noch geschockt von dem Schreckens-Szenario: „Ich hatte total Angst. Das Haus war voller Rauch!“, erzählt er. Gemeinsam mit seiner Frau und seinem kleinen Hund rettet er sich ins Freie. „Die Polizei und die Feuerwehr haben das sehr gut gemacht“, sagt er. „Die sind in jede Wohnung gegangen.“

Fotos: Verheerender Brand in der Rumfordstraße

Einige Wohnungen mussten von den Beamten geöffnet werden, weil niemand öffnete. Drei Personen wurden per Drehleiter gerettet. Vier Bewohner mussten kurzzeitig vom Rettungsdienst ambulant betreut werden. Die meisten Anwohner konnten aber im Laufe des Vormittags wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Vier Apartments sind so stark verrußt, dass sie vorerst nicht mehr bewohnbar sind.

Florian Fussek

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