Warum sich die Sanierung in die Länge zieht

Gärtnerplatz: Das Kreuzmit den Baufirmen

München - Im Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags sind erstmals Einzelheiten auf den Tisch gekommen, warum sich die Sanierung des Gärtnerplatz-Theaters in die Länge zieht.

Im Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags sind erstmals Einzelheiten auf den Tisch gekommen, warum sich die Sanierung des Gärtnerplatz-Theaters in die Länge zieht – von der ursprünglich geplanten Wiedereröffnung 2015 (zum 150-Jährigen) über 2016 und der kürzlichen erneuten Hiobsbotschaft, dass es nun 2017 werden soll.

Vier Firmen, die für den Umbau des Theaters engagiert worden waren, musste gekündigt werden. Kurt Bauer von der Obersten Baubehörde sprach von „Schlechtleistungen“ und mangelnder Bereitschaft zur Kooperation. Und: Die Firmen hätten auf der Baustelle weniger Arbeiter beschäftigt als zugesagt.

Wundern tut das nicht: Schließlich boomt München, die Baufirmen tanzen auf (zu) vielen Hochzeiten gleichzeitig. Kurt Bauer ließ durchblicken, dass es harte Verhandlungen und mehrere Ultimaten gegeben habe – umsonst.

Betroffen davon seien die Arbeiten für den Estrich sowie für Wärmedämmung, Fliesen und Bodenbeläge. Und einer fünften Firma, die für die Mess- und Steuerungstechnik verantwortlich ist, wurde gerade eine Frist bis Ende Februar gesetzt. „Im schlimmsten Fall kommt’s zum Prozess“, sagt Bauer.

Am Gärtnerplatz hat inzwischen der Trockenbau begonnen. Die Drehbühne (380 000 Euro, wurden im Nachtragshaushalt bewilligt) funktioniert wieder. Auch der Umzug der Verwaltung von Giesing ins Zentrum hat langsam begonnen. Nach dem aktuellen Zeitplan rechnet man damit, dass der Hoch- und Innenausbau bis Ende 2016 abgeschlossen ist.

Im Juni 2017 soll die Übergabe an Intendant Josef E. Köpplinger und sein Team erfolgen. Der braucht dringend Terminklarheit, weil er für den Start im neuen Haus eine Reihe von Produktionen parat haben muss. 

Gärtnerplatztheater bleibt weiter im Exil

mth

Rubriklistenbild: © Haag

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