Spezialkräfte waren vor Ort

Verdächtige Tasche: Polizei sperrt Bahnhof Hackerbrücke

München - Die Polizei hat am Montagnachmittag den Bahnhof Hackerbrücke in München gesperrt. Grund war ein verdächtiger Gegenstand. 

Wie die Bundespolizei am Montag gegen 12.45 Uhr auf Anfrage unserer Onlineredaktion mitteilte, handelte es sich um eine größere Einkaufstasche, die zu dem Zeitpunkt keinem Besitzer zugeordnet werden konnte. Das Ausrufen sei an der Hackerbrücke allerdings auch schwierig, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Aus Sicherheitsgründen sperrten die Beamten den Bahnhof. Niemand kam auf die Bahnsteige, die S-Bahnen aller Linien hielten nicht. Spezialkräfte waren mit Hunden vor Ort und untersuchten die Tasche auf Sprengstoff. Als Beamte sich ihrer annahmen, entdeckten sie in einiger Entfernung eine zweite, größere, ebenfalls prall gefüllte und ebenfalls nicht zuordbare Plastiktasche.

Gegen 13.30 Uhr gab die Bahn auf Twitter Entwarnung. Der Polizeieinsatz sei beendet. Die S-Bahnen halten seitdem wieder an der Hackerbrücke. Wie die Bundespolizei anschließend mitteilte, hatten sich in den vermeintlich verdächtigen Gepäckstücken Bekleidung und Hygieneartikel befunden. 

Immer wieder sorgen herrenlose Gepäckstücke für Polizeieinsätze

In den vergangenen Wochen und Monaten hat es - besonders am Hauptbahnhof - immer wieder Einsätze der Polizei wegen herrenloser Koffer und Gegenständen gegeben. Sprengstoff wurde laut Polizei nie gefunden. Der Polizeipräsident hat auch erst vor kurzem versichert, dass es in München keine konkrete Terror-Bedrohung gibt - trotz des Alarms in der Silvesternacht am Hauptbahnhof.

Aktuelle Informationen zur S-Bahn erhalten Sie auch hier.

kg

Rubriklistenbild: © Kurzendörfer Reinhard

auch interessant

Kommentare

Da BiangaAntwort
(0)(0)

aus gar keiner, ich zähle nur 1 und 1 zusammen, multipliziere es mit der (gücklicherweise)üblichen resoluten Vorgehensweise der bayerischen Sicherheitsbehörden und erhalte für mich das Ergebnis.
Warum hört man nichts von Fahndungsergebnissen wenn angeblich sogar Namen von Beteiligten bekannt sind? In gewisser Weise waren die Vorkommnisse in Köln ja auch Terror, also hat Bayern fast alles richtig gemacht.

PawlowAntwort
(0)(0)

...und das hast Du aus welcher Quelle? Zumal der Bahnhof in München gesperrt wurde, bevor es in Köln richtig los ging?

Da Bianga
(0)(0)

Der Terroralarm in der Silvesternacht wird auch kein Solcher gewesen sein, vielmehr hatte die Polizei Informationen auf eine geplante "Veranstaltung" wie sie in Köln abgehalten wurde, und einfach einen Riegel vorgeschoben.