Thema Sicherheit

SPD will keine Sheriffs für den Hauptbahnhof

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Einige Bürger fühlen sich am Hauptbahnhof durch soziale Randgruppen belästigt.

München - Auch die Rathaus-SPD will die Belästigung von Passanten durch Bettler, Prostituierte, Drogen- und Alkoholsüchtige sowie Dealer eindämmen. Allerdings lehnt sie einige von der Rathaus-CSU bereits geforderte Maßnahmen ab.

CSU-Stadtrat Michael Kuffer hatte jüngst gefordert, dass am Hauptbahnhof ein Alkoholverbot verhängt werden solle. Außerdem sprach er sich für eine Ausweitung des Bettelverbots in der Altstadt auf das Bahnhofsareal aus. Und: Er fordert mehr Videokameras sowie einen privaten Sicherheitsdienst, der so lange für Ordnung sorgen soll, bis die Stadt ihren geplanten Sicherheitsdienst eingerichtet hat. Der „Schwammerl“ (Vordach) am Eingang soll weg, Prostitution und Drogenkriminalität will er schärfer bekämpfen.

Am Dienstag meldete sich die SPD zum Thema zu Wort: „Statt auf Aktionismus setzt die SPD-Stadtratsfraktion auf eine seriöse Bewertung und eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren.“ Ein Seitenhieb auf die Forderungen der CSU. Polizei und KVR unternähmen laut SPD bereits sehr viel. Beim Alkoholverbot und dem Schwammerlabriss ist man sich einig, eine Ausweitung des Bettelverbotes wird abgelehnt, zumal er rechtlich auf wackeligen Beinen stehe. Auch für den privaten Sicherheitsdienst gibt‘s eine Absage.

Auf der Wiesn habe man festgestellt, dass es mit Securities oftmals mehr Probleme gebe, als diese beseitigten. Dafür fordert die SPD mehr Straßenreinigung und einen Vorschlag, wie man die Fahrradstellplätze sauberer und besser erreichbar machen kann. Die Bahn solle sich zudem um sauberere Fassaden kümmern. Auch die Beleuchtung solle verbessert werden.

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