Sperrzone in München

Ab heute geht es Bettelbanden an den Kragen

München - Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) greift seit heute hart durch: In der Altstadt und rund um den Hauptbahnhof gilt ein Bettelverbot. Ein Grund ist, dass sich die Beschwerden immer mehr häufen.

Vielen wurde es einfach lästig, dass sie nicht mehr in Ruhe bummeln gehen konnten oder einfach spazieren, ohne dass sie in Münchens Zentrum von Bettlern angesprochenwurden. Es hagelte Beschwerden beim Kreisverwaltungsreferat - auch Touristen fühlten sich regelrecht belästigt. Das teilte Wilfried Blume-Beyerle, Chef des Kreisverwaltungsreferates mit.

Seit heute (12. August) ist das "organisierte" Betteln in der Altstadt und rund um den Hauptbahnhof verboten. Die Polizei kann Platzverweise erteilen, wenn nötig auch ein Bußgeld.

Verboten ist:

• aggressives Betteln, wie beispielsweise durch Frauen, die Passanten eine Rose schenken wollen und anschließend Geld fordern

• Betteln mit Hundewelpen

• Betteln in Begleitung von Kindern oder durch Kinder

• Betteln durch Vortäuschen von nichtvorhandenen körperlichen Behinderungen oder Krankheiten (Quelle: hallo-muenchen.de)

Das KVR will damit nicht arme Menschen strafen, das "stille Betteln" ist weiterhin erlaubt. Es soll vielmehr gegen die Banden vorgegangen werden, bei denen auch noch Hintermänner das erbettelte Geld einkassieren.

In letzter Zeit haben immer mehr Bettelbanden auf sich aufmerksam gemacht. Auch in der S-Bahn betteln Musikanten die Fahrgäste an.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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