Polizei gibt weitere Details bekannt

Schweizer auf Amokfahrt: Stoßstange verrät Erschreckendes

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Mit diesem blauen Golf und einem Motorradhelm raste der Schweizer am Vatertag durch München - und offenbar auch durch den Starnberger Raum.

München/Hechendorf - Ein Schweizer raste am Vatertag mit Motorradhelm und kaputtem Auto durch München. Die Polizei hat nun erschreckende Details zu der wilden Amokfahrt bekanntgegeben. 

Der 20-jährige Schweizer, der am Steuer einen Motorradhelm trug, machte am Vatertag nicht nur den Mittleren Ring in München zur Rennstrecke. Wie die Polizei jetzt mitteilt, hat seine gefährliche Amokfahrt sehr viel früher begonnen - auf einem Rad- und Fußweg entlang der S-Bahnstrecke zwischen Hechendorf und Seefeld (Landkreis Starnberg). 

Bereits zwischen Mittwoch und Donnerstag hat der Schweizer seinen Wagen über diese Strecke gesteuert und gegen einen Baumstumpf gesetzt. Bei dem Unfall hat er seine Stoßstange mitsamt Schweizer Kennzeichen verloren, ein Passant hat sie gefunden und schnell geschalten, als er von der Kamikazefahrt durch München erfuhr. Ein weiteres Puzzleteil für die Polizei.

Polizisten verfolgten den Schweizer mit über zehn Streifenwagen

Die Beamten hatten sich am Donnerstag eine wilde Verfolgungsjagd mit dem 20-Jährigen durch München geliefert. Er hatte mehrere rote Ampeln ignoriert und eine Fußgängerin gefährdet. Wie die Polizei am Freitag in einer Pressemitteilung bekanntgibt, war der Mann mit über hundert Stundenkilometern im Stadtgebiet unterwegs. Zeugen alarmierten die Polizei gegen 8 Uhr, als sie den Raser in der Rückertstraße (Ludwigsvorstadt) bemerkten. 

Schweizer auf Amokfahrt durch München: Bilder

Über die Pettenkoferstraße, Goethestraße und Landwehrstraße ging es in Höllentempo in Richtung Paul-Heyse-Unterführung. An der Kreuzung Arnulfstraße / Seidlstraße haben die Beamten den Wahnsinn beendet, dabei wurde auch ein Dienstfahrzeug beschädigt. Insgesamt waren über zehn Streifenwagen an der Verfolgungsjagd beteiligt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 30.000 Euro. 

Der Schweizer wurde festgenommen. Er wird dem Haftrichter vorgeführt.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die Hinweise zu der Sache geben können (Telefon 089/62163322).

kg

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