Isarmord

Vize der Mordkommission will Fall Domenico L. noch vor Rente lösen

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Domenico L. wurde vor drei Jahren erstochen.

München - Am Samstag jährt sich der Mord an Domenico L. an der Isar zum dritten Mal. Den Fall um den toten jungen Italiener möchte der Vizechef der Münchner Mordkommission unbedingt noch vor seinem Ruhestand abschließen. 

Schon 15.000 Menschen hat die Polizei überprüft, 5659 Speichelproben genommen, tausende Telefonverbindungsdaten überprüft und 778 Hinweise abgearbeitet: Am Samstag jährt sich zum dritten Mal der Mord an dem italienischen Ingenieur Domenico L. (31).

Am Abend des 28. Mai wurde er vor den Augen seiner Verlobten mit einem einzigen tiefen Messerstich ins Herz auf der Erhardtstraße vor dem Europäischen Patentamt erstochen. Von einem bis heute unbekannten Mörder, der Domenicos Freundin angespuckt hatte, als sie an ihm vorbeiradelte. Doch die bei der Mordkommission angesiedelte Ermittlungsgruppe Cornelius wird diesen Fall niemals aufgeben. Herbert Linder (58) ist der Vizechef der Münchner Mordkommission, Leiter der Ermittlungsgruppe und seit 40 Jahren Polizist, die Hälfte davon als Mordermittler: „In zwei Jahren gehe ich in den Ruhestand. Diesen Fall möchte ich gern noch abschließen, bevor ich mich verabschiede.“

Eine Chance dafür gibt es. Denn der Täter hat sich bei dem Mord selbst an der Klinge verletzt und Blut am Tatort hinterlassen. Daraus gewannen Rechtsmediziner die Täter-DNA, die seit drei Jahren permanent in den Datenbanken mit den DNA-Spuren bekannter und unbekannter Täter bzw. Tatortspuren verglichen wird. Linder: „Es ist gut möglich, dass dieser Mann wieder in Erscheinung tritt.“ 

sw, dop

Dorita Plange

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Stefanie Wegele

Stefanie Wegele

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