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100 Jahre Frauenklinik in der Maisstraße: Die schönsten Erlebnisse

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Dr. Claudia Thum mit dem kleinen Levi Franz Georg.

München - Über 200 000 Kinder sind in den 100 Jahren Frauenklinik an der Maistraße geboren worden. Hier erzählen Leser von ihren schönsten und spannendsten Erlebnissen.

Bei unserer großen Leseraktion zum Geburtstag dieser Münchner Institution stellen wir Frauen vor, die dort ihr Kind auf die Welt gebracht haben – und wir lassen Menschen zu Wort kommen, die dort zum Münchner Kindl wurden. Lesen Sie heute von der Ruhe des ehrwürdigen Gebäudes – und einer sehr aufregenden Fahrt dorthin.

Dr. Claudia Thum: Man fühlt sich nicht alleine

Der kleine Levi Franz Georg kam vor über 14 Monaten auf die Welt. Der 6. August 2015 war ein sehr heißer Tag, 28 Grad warm sei es gewesen, erinnert sich seine Mutter, Dr. Claudia Thum. „Man hat viel gehört in dem alten, nicht schallisolierten und unklimatisierten Gebäude“, erinnert sie sich. „Aber man fühlt sich dann nicht so alleine.“ Man nehme die Schmerzen ein bisschen leichter: „Man hört, die anderen machen das Gleiche durch.“ Die selbstständige Tierärztin findet, die Frauenklinik in der Maistraße „ist ein total schönes, beeindruckendes Gebäude“, das eine ungeheure Ruhe ausstrahle. 

Andrea Klement: Mit Polizei-Eskorte in den Kreißsaal

So eine spektakuläre Geschichte zur Geburt haben nur wenige: Andrea Klements Mutter kam vor gut 28 Jahren mit Blaulicht in einem Polizeiauto in die Klinik. Dabei war der 6. April 1988 eigentlich ganz ruhig verlaufen: Die Familie aus Neubiberg war am späten Nachmittag am Viktualienmarkt unterwegs und hielt gerade nach einem Restaurant fürs Abendessen Ausschau, als bei der hochschwangeren Anni schlagartig die Wehen einsetzten – zwei Tage zu früh. Obwohl die Frauenklinik nicht weit entfernt ist, gibt’s im dichten Berufsverkehr kein Durchkommen. Papa Franz hält in seiner Verzweiflung ­einen Streifenwagen an, reißt die Tür auf und ruft: „Meine Frau muss so schnell wie ­möglich ins Krankenhaus!“ Die beiden Beamten erkennen die Notlage, reagieren prompt und bringen die werdende Mutter Anni mit Blaulicht und ­Martinshorn in die Maistraße. Gerade noch rechtzeitig: Um 17.58 Uhr bremst der Streifenwagen vor dem Eingang, um 18.30 Uhr hält die glückliche Mutter die kleine Andrea im Arm. Kerngesund und völlig unbeeindruckt von der Aufregung. Und der nicht weniger glückliche und stolze Papa Franz kommt mit der Tasche nach, die schon fertig fürs Krankenhaus ­gepackt war.

Mitmachen und gewinnen!

Wir möchten Sie, liebe Leser, aufrufen, uns Ihre Geschichte aus der LMU-Frauenklinik an der Maistraße zu schreiben – entweder „Ich bin in der Mai­straße geboren“ oder „Ich habe mein Kind in der Maistraße zur Welt gebracht“. Bitte erzählen Sie uns in ein paar Sätzen, was Sie erlebt haben, warum Sie in die Klinik in der Maistraße gegangen sind, welche Erinnerungen Sie an die Klinik haben. 

Dazu bitte ein oder mehrere Fotos von damals und gerne auch ein aktuelles Bild. Schicken Sie alles per E-Mail an aktion@tz.de, Betreff: Maistraße oder per Brief an tz, Aktion Maistraße, 81027 München. Absender bitte auf keinen Fall vergessen! 

Als Belohnung prämieren wir die besten Beiträge. Als Hauptgewinn gibt’s einen Melitta-Kaffeeautomaten Caffeo Barista TS im Wert von rund 900 Euro, der 18 Kaffeevariationen draufhat. Zweiter Preis ist ein Loewe SoundPort Compact (Wert: rund 650 Euro), dritter Preis ist der Fliker Air 3 Dreirad-Scooter (Wert: 130 Euro).

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