Er stach auf sein Opfer ein

Mordversuch an der Hackerbrücke: Täter geschnappt

München/Rom - Aufgrund eines europäischen Haftbefehls ist es der Mordkommission München gelungen, einen flüchtigen Tatverdächtigen zu verhaften. Er hatte versucht, seinen Schwager zu töten. 

Mitte Oktober war es an der Münchner Hackerbrücke zu einem blutigen Vorfall gekommen: Ein Rumäne hatte auf einen obdachlosen Landsmann eingestochen und diesen schwer verletzt. Das Opfer war ins Krankenhaus gekommen, die Wunden stellten sich jedoch nicht als lebensbedrohlich heraus. Bei der Vernehmung gab der 55-Jährige an, dass er den Täter bereits seit längerer Zeit aus Rumänien kenne. Doch der Angreifer floh nach seiner Bluttat und war nicht aufzufinden. 

Jetzt ist es der Mordkommission München jedoch gelungen, den Täter zu stellen: Es handelt sich um einen 37-jährigen Rumänen. Weil die Polizei nicht wusste, wo sich der Mann aufhält, wurde ein europäischer Haftbefehl erlassen und der Flüchtige über die Landesgrenzen hinaus gesucht. 

Tatsächlich zeigte die Fahndung Erfolg: Mitte November konnte der Tatverdächtige in Rom bei einer Polizeikontrolle festgenommen werden. Wenig später wurde er dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt. 

Bei seiner Vernehmung durch Beamte der Mordkommission München räumte der 37-Jährige die Tat weitgehend ein. Es stellte sich heraus, dass der Täter mit dem Opfer verschwägert ist. Familiäre Streitigkeiten hatten den Mann dazu veranlasst, auf seinen Verwandten einzustechen. Dieser ist mittlerweile glücklicherweise wieder wohl auf. 

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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