In der Isarvorstadt

Mann (25) wehrt sich vehement gegen ärztliche Behandlung

München - Zwei Dosen Beruhigungsmittel waren nötig, damit ein gestürzter 25-Jähriger behandelt werden konnte. Der Mann hatte sich zuvor gegen Sanitäter und Polizisten gewehrt und diese bespuckt.

Rettungskräfte haben am Montag gegen 1.40 Uhr eine Polizeistreife zur Unterstützung angefordert, weil ein gestürzter 25-Jähriger partout nicht behandeln lassen wollte, obwohl er das offenbar dringend nötig hatte. Der Mann wehrte sich laut Polizeiangaben vehement gegen die Behandlung der Sanitäter.

Als die Polizeibeamten in der Jahnstraße eintrafen, sprang der 25-Jährige auf und ergriff die Flucht. Trotz mehrfacher Aufforderung, stehen zu bleiben, lief der verletzte Mann weiter - und die Polizisten verfolgten ihn. Als die Beamten ihn zu fassen bekamen, drückten sie ihn zu Boden, damit die Sanitäter ihn behandeln konnte. Anschließend begleiteten sie ihn zum Rettungswagen.

Und selbst auf der Fahrt ins Krankenhaus, gab der 25-Jährige keine Ruhe und wehrte sich weiter. In der Notaufnahme verabreichten ihm die Ärzte zunächst ein Beruhigungsmittel, um den Patienten zu versorgen - ohne große Wirkung. Trotz des Medikaments sträubte sich der Mann und spuckte um sich. 

Genug ist genug, dachten sich offenbar die Polizisten und versuchten, den Mann an der Trage zu fixieren. Dabei schlug einer der Beamten dem 25-Jährigen ins Gesicht. Erst nach einer weiteren Dosis des Beruhigungsmittels konnten die Ärzte den Mann behandeln. 

Aufgrund einer akuten Selbst- und Fremdgefährdung musste der 25-Jährige nach seiner ärztlichen Behandlung in eine psychiatrische Klinik gebracht werden.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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