Metzger nehmen Abstimmung gelassen

Der Schlachthof bleibt in München: "Haben uns zurückgelehnt"

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Metzger Andreas Gaßner

München - Der Schlachthof in München zieht nicht um. Das haben die Bürger in Aschheim entschieden. Die Metzger nehmen das Ergebnis gelassen.

Der Schlachthof bleibt in München: Die Bürger in Aschheim haben sich gegen den Neubau einer Metzger-Meile ausgesprochen. „Damit sind nun auch die Gerüchte vom Tisch, die Metzger hätten vor, nach Aschheim abzuwandern“, sagt Kommunalreferent Axel Markwardt. „Offiziell hat ohnehin niemand gesagt, dass er weg will“, sagt Obermeister Andreas Gaßner.

Alles kein Beinbruch - die Metzger möchten gerne an der Zenettistraße bleiben.

Der Metzger-Chef schätzt das Umzugs-Gerücht als Hirngespinst ein. „Es war der Investor, der das freigesetzt hat. Das war ohne Absprache mit uns. Wir haben uns zurückgelehnt und geschaut, was da passiert.“ Gleichwohl: Wäre der Entscheid am Sonntag anders ausgegangen, „dann denke ich, dass sich der ein oder andere Betrieb sicher Gedanken gemacht hätte“. Das hatte man sich indes bei der Stadt schon, denn ein Umzug der Schlachtbetriebe hätte ein Filet-Stück mitten in der Stadt freigesetzt – für Wohnungsbau.„Diese Ideen, das Viehhof-Gelände zu bebauen, gab es immer schon“, sagt Stadträtin Ulrike Boesser (SPD). Bisher seien diese stets an den langen Pachtverträgen der Schlachter gescheitert. Die Papiere gelten bis 2037. Daher sei das Nein der Aschheimer „schon ein bisschen ärgerlich“. Aber ein Beinbruch sei es nicht, schließlich könnte das Gelände auch in 20 Jahren noch überplant werden. Gaßner sieht das nicht so: „Wir halten an dem Standort fest. Es ist unser Viertel, es ist lebens- und liebenswert. Darum wollen auch so viele hier wohnen.“

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