Am Münchner Hauptbahnhof

Schwarzfahrer zerstört ICE-Scheibe - und macht Polizei fassungslos

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Der blinde Passagier hat versucht, dieses Fenster mit einem Nothammer zu zerschlagen. Das erwies sich aber als erstaunlich schwierig. 

München - Ein Mann war am Münchner Hauptbahnhof in Panik geraten, weil er in einem ICE festsaß. Mit einem Nothammer zerschlug er erst die Scheibe - und gab dann noch Unglaubliches von sich.

Die Streifen der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof müssen Tag für Tag Nerven wie Drahtseile haben. Auch bei einem der jüngsten Vorfälle. Wie die Polizei berichtet, wurden die Beamten am Montagmorgen gegen 6 Uhr zu einem ICE alarmiert. Ein Lokführer hatte ein verdächtiges Geräusch vernommen, als er den Zug - in dem keine Fahrgäste sitzen sollten - gerade aus dem Bahnhof zur Lok rangieren wollte. Aus dem Inneren ertönten plötzlich dumpfe Schläge. 

Ausbruchswerkzeug: Nothammer. 

Sobald die Polizisten sich der Geräuschquelle näherten, erkannten sie recht schnell, was da vor sich ging: Jemand versuchte sich aus dem Zug zu befreien, indem er die Scheibe mit einem Nothammer zertrümmerte. Dieser Jemand war ein 66-jähriger Stuttgarter, der sich offenbar vor der Fahrkartenkontrolle verstecken wollte und dabei eingeschlossen wurde. Möglicherweise ist er auch nachträglich eingestiegen, um Flaschen zu sammeln. Das müssen die Ermittler jetzt herausfinden, heißt es. In jedem Fall dürfte der Mann aber keine Fahrkarte gehabt haben. 

Von Reue keine Spur - er beschwert sich sogar noch

Von schlechten Gewissen kann allerdings keine Rede sein: Gegenüber den Bundespolizisten wurde er aggressiv und beschwerte sich, dass es viel zu schwer sei, das Fenster komplett zu zerschlagen. Im Notfall eine Katastrophe. Ihm dürfte der Ernst seiner Lage nicht bewusst gewesen sein. 

Ohne Hose in der Münchner U-Bahn: Bilder von der Spaßaktion

Mit seiner Aktion hat der blinde Passagier einen Schaden von etwa 2.500 Euro verursacht. Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Der Zug muss in die Werkstatt.

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kg

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