Untersuchung läuft

Stadt prüft Flussbad am Deutschen Museum

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Bekommt München ein Flussbad nach dem Vorbild der Züricher Limmat-Bades?

München - Bekommt München ein Flussbad à la Zürich? Der Umweltausschuss hat am Dienstag eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. 120.000 Euro werden dafür veranschlagt. Eine Eröffnung wäre frühestens 2022 denkbar.

Ist so ein Badeplatz in der großen Isar am Deutschen Museum möglich? Was würde so eine Oase kosten? Die Rathaus-CSU hat diese Untersuchung beantragt, nachdem der Isarlust e.V.rund um Urbanauten-Chef Benjamin David ein Isarbad gefordert hatte.

Das Votum fiel deutlich aus: Mit nur einer Gegenstimme von ÖPD-Stadträtin Sonja Haider wurde der Studie fraktionsübergreifend zugestimmt. Haider glaubt, dass das Geld rausgeschmissen sei, „weil die Isar nun einmal ein Hochwasserfluss und für ein Freibad zu gefährlich“ ist. Die anderen Mitglieder des Umweltausschusses sind da deutlich optimistischer – auch wenn das Projekt zweifelsfrei Unwägbarkeiten birgt, denn: Bei der Isar kommt es tatsächlich jährlich zu Sommerhochwassern. „Ich freue mich schon heute auf den Tag, an dem die Menschen und Familien im Sommer ohne Gefahr in die erfrischenden Isarfluten springen können“, so CSU-Stadträtin Kristina Frank. Auch die SPD stimmte der 120.000 Euro teuren Untersuchung zu – will aber auch wissen, was so ein Bad kosten würde.

Laut Umweltreferentin Stephanie Jacobs müsste bei der Konzeption berücksichtigt werden, dass alle Einbauten innerhalb weniger Stunden entfernt werden können, damit sie kein Hindernis im Hochwasserfall darstellen. Zudem seien die Wasserqualität nach Gewittern problematisch und das Schwimmen bei hohem Abfluss gefährlich.

Aber auch natur- und denkmalschutzrechtliche Anforderungen gelte es zu bedenken. Der mögliche Standort, und damit der nun zu untersuchende Bereich, soll sich auf die innerstädtische Große Isar beschränken. Die Kleine Isar soll nicht untersucht werden.

Die Wassertemperaturen des Flusses liegen in den Sommermonaten laut Umweltreferat zwischen 14 und 19 Grad. Doch bevor man sich an diesen in der Münchner Innenstadt erfrischen wird können, dauert es noch Jahre. Ende 2017 rechnet die Stadt, dass die Ergebnisse der Studie vorliegen könnten. Sollte dann eine Möglichkeit gefunden worden sein und der Stadtrat 2018 dem Projekt grundsätzlich zustimmen, sei nochmals mit einer dreijährigen Umsetzungsphase zu rechnen, kalkuliert Jacobs: von versicherungstechnischen bis wasserrechtlichen Themen, über Belange zum Beispiel des Denkmalschutzes, der Naturschutzbehörde und auch des Freistaates als Grundstückseigentümer gebe es zahlreiche Fragen zu klären. Erst dann könnte der Bau beginnen und ein Betreiber gesucht werden. Nach bisherigen Rechnungen würde wohl frühestens 2022 in einem möglichen Isarflussbad geplanscht werden können.

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