Am Sonntag in München

"Friedensmarsch": Demo gegen IS und PKK bleibt weitgehend friedlich

Demonstrierten gegen den Terror: Etwa 250 Türken zogen am Sonntagnachmittag vom Sendlinger-Tor-Platz zur Goethestraße. Foto: Klaus Haag

München - Etwa 250 Personen haben mit einem „Friedensmarsch für die Türkei“ am Sonntagnachmittag gegen den Terror, den IS und die PKK demonstriert. Etwa 130 Kurden versammelten sich zum Gegenprotest.

Zum "Friedensmarsch für die Türkei" kamen rund 250 Personen, die Veranstalter hatten mit mehr als 1000 Teilnehmern gerechnet. Nach zwei Rede-Beiträgen am Sendlinger-Tor-Platz setzte sich die Versammlung über die Sonnenstraße in Richtung Goetheplatz in Bewegung.

Rund 130 Kurden versammelten sich am Stachus zu einer Gegenkundgebung. Die verlief laut Polizei insgesamt störungsfrei. 

Der "Friedensmarsch" wurde von Gegendemonstranten begleitet, rund 150 Einsatzkräfte hielten die beiden gegnerischen Demonstrationen getrennt. Zwei Mal versuchten Opponierende, den Zug vom Sendlinger-Tor-Platz zur Goethestraße durch Sitzblockaden zu behindern. Einmal an der Schwanthaler/Ecke Schillerstraße, ein weiteres mal an der Goethe-/Ecke Landwehrstraße.

Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen. Gegen 17.30 Uhr war die Demonstration beendet. Bei der Abreise pöbelten Linke und Kurden am Goetheplatz gegen Türken, die laut Polizei war die Stimmung zwischen den Veranstaltungsteilnehmern und den Opponenten sehr hitzig. Nur durch den Einsatz starker Kräfte konnte ein Zusammentreffen der beiden Gruppen verhindert werden. Dabei, so teilt die Polizei mit, musste sie auch"unmittelbaren Zwangs durch Schieben, Drücken und den Schlagstock einsetzen.

Weniger friedlich war die Demonstration der Türken in Aschaffenburg am Ostersonntag. Dort kam es am Rande zu unschönen Szenen: Kurden warfen mit Feuerwerkskörpern und Steinen, verschanzen sich auf der Flucht vor der Polizei und warfen auch auf diese mit Steinen und Böllern. 36 Kurden werden dort vorübergehend festgenommen.  

weg/my

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